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Kanton
06.03.2020

Wie kann die Politik die Jugend erreichen?

Wir stellen den Regierungsratskandidierenden in einer zehnteiligen Serie die «Frage des Tages».
Wir stellen den Regierungsratskandidierenden in einer zehnteiligen Serie die «Frage des Tages».
Im achten Teil unserer Serie «Frage des Tages» sagen die Kandidatinnen und Kandidaten für die kommenden Regierungsratswahlen, wie ihrer Ansicht nach die Jungen mehr für die Politik begeistert werden könnten.

Zehn Kandidatinnen und Kanditaten kämpfen im Kanton Schwyz um die sieben Sitze im Regierungsrat. Die Wähler haben also die Qual der Wahl. Um mehr über die Kandidierenden, ihre Meinungen und Ansichten zu erfahren, stellen wir ihnen in den kommenden Tage jeweils die «Frage des Tages». Diese lautet heute: Die Jugend interessiert sich nicht für Politik. Wie kann die Politik auch die Jungen erreichen?

«Wie aktuelle Fragen etwa rund um die Sicherung der AHV oder den Umweltschutz zeigen, sprechen viele Junge durchaus auf politische Themen an. Auf solche müssen wir sie immer wieder sensibilisieren, denn sie sollen über ihre Zukunft mitentscheiden.»
André Rüegsegger, SVP, Brunnen, bisher
«Wie die Klimastreiks der Fridays for Future-AktivistInnen zeigen, interessieren sich viele Junge sehr wohl für Politik. Wir gewählten Kantons- und RegierungsrätInnen müssen diese Anliegen jetzt aufnehmen und umsetzen, damit die Jungen aktiv bleiben.»
Elsbeth Anderegg, SP, Lachen/Altendorf, neu
«Diese pauschale Aussage kann ich nicht bestätigen. Die Politik kann unsere Jugendlichen durchaus erreichen, wenn die Botschaften verständlich und glaubwürdig kommuniziert werden und eine faire Politkultur vorgelebt wird.»
Michael Stähli, CVP, Lachen, bisher
«Ich stelle teilweise das Gegenteil fest. Viele Junge verfolgen zum Beispiel Wahlen von persönlich Bekannten sehr interessiert. Ich denke, das allgemeine Interesse an politischen Zusammenhängen steigt erst mit dem Alter. Das war bei mir jedenfalls auch so.»
Herbert Huwiler, SVP, Freienbach, neu
«Die heutige Jugend interessiert sich nachweislich wieder mehr für die Politik, ist auch bereit, sich zu engagieren. Die Vielfalt der Kantonsratskandidierenden verdeutlicht das gut. Wir dürfen die Jugend nicht nur als Teil unserer Gesellschaft sehen, wir müssen sie auch einbinden.»
Andreas Barraud, SVP, Bennau, bisher
«Indem wir die Politik mehr zur Jugend tragen und mit ihnen Themen diskutieren, welche sie bewegen. Jugendliche, wie auch viele Erwachsene interessieren sich für Themen und Bewegungen, nicht mehr für starre Parteipolitik.»
Michael Fuchs, SP, Küssnacht, neu
«Das Klimathema zeigt klar: Wenn Junge ihre Zukunft aktiv mitgestalten können, interessieren sie sich sehr und zum Teil lautstark für Politik. Wie differenziert und konstruktiv die Jugend an Lösungen mitarbeitet, erleben wir bei der enorm wachsenden jglp.»
Michael Spirig, GLP, Buttikon, neu
«Ich teile diese Einschätzung nicht. Ich erlebe junge Leute oft als interessiert und engagiert. Mehr, als wir es waren. Ich diskutiere viel mit Jugendlichen und fordere sie stets auf, sich aktiv am politischen Diskurs zu beteiligen, um die eigenen Interessen wahrzunehmen.»
Kaspar Michel, FDP, Rickenbach, bisher
«Aus dem Projekt «Energieauszeichnung an Schulen» haben wir sehr viele positive Rückmeldungen von Jugendlichen zu Umweltthemen erhalten. Der Dialog zwischen Schülern und Politik hat stattgefunden. Themen, welche die Jugend beschäftigen, sind ernst zu nehmen.»
Sandro Patierno, CVP, Schwyz, neu
«Die generelle Aussage, dass sich die Jugend nicht für Politik interessiere, erachte ich als falsch. Im Gegenteil, die Jugend ist sehr interessiert, vermutlich weniger an Parteipolitik, dafür mehr an Sachpolitik.»
Petra Steimen, FDP, Wollerau, bisher
Stefan Grüter