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29.07.2021

In Schmerikon sind bereits fünf Hunde tot

Gut aufpassen: Hundehalter und Vierbeiner sollten Obersee und Aabach in Schmerikon in diesen Tagen meiden.
Gut aufpassen: Hundehalter und Vierbeiner sollten Obersee und Aabach in Schmerikon in diesen Tagen meiden. Bild: Markus Timo Rüegg
Fünf Hunde sind gestorben, nachdem sie am Aabach und am Obersee in Schmerikon unterwegs waren. Die Untersuchung der Wasserproben dauert an.

Hat in Schmerikon abgestandenes Wasser auf der Wiese beim Tod von Hunden eine Rolle gespielt? Inzwischen hat sich die Zahl der toten Hunde im Seedorf von drei auf fünf erhöht, wie der Verein Tierfreunde Linth bestätigt. Sie starben vergangene Woche, nachdem sie am Aabach und am Seeufer beim Restaurant «Pier 8716» unterwegs gewesen waren. Gemeinde und Tierarzt Kurt Raymann aus Uznach haben inzwischen Wasserproben entnommen.

Vergiftung durch Blaualgen?

Die Laborergebnisse stehen noch aus. Im Raum steht der Verdacht, Giftstoffe von Blaualgen könnten die Ursache sein. Der Kanton machte sich bisher nur auf Basis von Fotos ein Bild von der Lage im Seedorf. Die von Tierarzt Raymann vermutete Todesursache mit den Blaualgen hält der Kanton für unwahrscheinlich.

Die Gemeinde Schmerikon hat am Aabach und am See inzwischen Warnschilder aufgestellt. 

Die drei weiteren toten Hunde wurden gemäss «Tierfreunde Linth» in der Marigin Tierklinik in Feusisberg behandelt. Der Klinikleiter ist in den Ferien. Auskünfte erteilen die Mitarbeiter derzeit nicht. 

Ein Beagle hat Glück

Mit dem Schrecken davongekommen ist die Besitzerin eines Beagles. Sie war vergangenen Donnerstag mit ihrem Hund am See spazieren. «Ich habe bei der Wiese beim Restaurant ‘Pier 8716’ auf einer Mauer gesessen. Der Hund war an der Leine und hat auf dem Boden gelegen», erzählt sie. Die Wiese sei nass gewesen und habe komisch gerochen. 

«Als wir gingen, fing der Hund an zu zucken und zu zittern und kam nicht mehr alleine auf die etwa 30 Zentimeter hohe Mauer», sagt die Frau. Das Tier habe Krämpfe bekommen, weshalb sie es zum Auto getragen habe. Auf dem Weg zum Tierarzt habe der Beagle einen epileptischen Anfall erlitten. «Er hat sich lange nicht beruhigt, hatte immer wieder Krämpfe, die Zunge hing draussen und er hat stark geschnauft.» Erst auf dem Weg aus der Tierarztpraxis in die Klinik habe der Hund sich beruhigt. «Ihm wurde Blut abgenommen, aber mit einem einfachen Blutbild findet man nicht heraus, ob es eine Vergiftung war», sagt die Besitzerin. 

Christine Schibschid