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Feusisberg
09.01.2021

«Etzel-Kulm» erhält ein neues Pächter-Team

Es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region Höfe. Umso wichtiger ist es, das Berggasthaus Etzel-Kulm nach der Pensionierung der jetzigen Wirtin in gute Hände zu übergeben.

Die bewährte und engagierte Etzel-Kulm-Wirtin Daniela Kälin wird im kommenden Juni in den wohlverdienten Ruhestand treten. Entsprechend begab sich die Genossenschaft Hoch-Etzel schon im Juni letzten Jahres auf die Suche nach einer passenden Neubesetzung für das Berggasthaus mit wunderschönem Blick über die Grossregion Einsiedeln und Zürichsee. «Diese Ausschreibung war recht erfolgreich», wie Martin Pallioppi, Präsident der Genossenschaft Hoch-Etzel auf der Homepage verlauten lässt. Die für die Nachfolgeregelung gebildete Findungskommission sei in der glücklichen Lage gewesen, im Spätsommer mit mehreren Interessierten Gespräche zu führen. Bereits Mitte November konnte das Auswahlprozedere abgeschlossen werden. 

Zeitgemässe Einrichtung und viel Lebensfreude

«Es wurden zwei engagierte Jungunternehmerinnen ausgewählt, welche das Berggasthaus Etzel-Kulm führen werden», heisst es weiter. Zudem erhalte das Berggasthaus ab 1. August ein neues, etwas jüngeres Gesicht. Einerseits, weil die zwei Jungunternehmerinnen die Geschäftsführung übernehmen, andererseits, weil der Selbstbedienungsbereich umgekrempelt und renoviert werden soll. «Freu dich auf warmes Holz, auf eine zeitgemässe Einrichtung, auf ein innovatives, aber doch authentisches Gastrokonzept, auf viel Herzlichkeit, auf eine einfache, aber unglaublich gute Kulinarik und auf viel Lebensfreude», wird es auf der Seite des Berggasthauses bereits verraten. Wobei die Arbeiten noch die Zustimmung der Genossenschafterinnen und Genossenschafter erfordern.

Mit Monika Meister und Chantal Helbling werden auch künftig zwei in der Gastronomie erfahrene Persönlichkeiten die Gäste auf dem Etzel betreuen. Beide sind Absolventinnen der EHL Hotelfachschule Passugg und ergänzen sich perfekt, wie Monika Meister sagt. Sie geniesse es vor allem, an der Front zu arbeiten, den Servicebereich zu betreuen und mit Gästen in Kontakt zu treten. Zwar verfüge Chantal Helbling ebenfalls über diese Kompetenzen.

Mit ihrer zusätzlichen Ausbildung als Koch (nebst Servicelehre und Hotelfachschule) sei sie aber prädestiniert für die Küche und die ideale Geschäftspartnerin. «Gute Köche mit Sozial-kompetenz sind sehr schwierig zu finden.» Chantal Helbling sei da beinahe eine Ausnahme. «Wir freuen uns jedenfalls darauf, unsere gemeinsamen Ideen zu kreieren und umzusetzen», so Meister. 

Meister und Helbling wollen aber nicht das gesamte Konzept des Berggasthauses umkrempeln. «Wir wollen, einfache regionale Produkte mit ‹Wow-Effekt›», so die im Ybrig aufgewachsene 30-Jährige. Familien und Sportler sowie Ruhesuchende und Tagesausflügler seien nach wie vor herzlich willkommen, betont sie. Meister ist übrigens keine Unbekannte in Schindellegi. Ihr Vater ist hier aufgewachsen. «Irgendwie gehöre ich hierhin.» Denn obwohl ihr einige davon abgeraten haben, in solch unsicheren Zeiten den Hoch-Etzel zu übernehmen, liess sie sich nicht beirren. «Ich hatte einfach von Anfang an ein gutes Gefühl. Dies hat sicherlich einerseits mit meinem Netzwerk in der Region zu tun, auf welches ich zählen kann. Anderseits aber auch mit der äusserst angenehmen Zusammenarbeit und Verhandlungsphase mit der Genossenschaft.»

«Ein Verpächter, der Hand bietet, um Gas geben zu können.»

Sofern der Umbau des Ausflugsrestaurants genehmigt wird, sollte die Bauphase Ende Juli beendet sein. «Ziel ist es am 1.  August zu eröffnen», sagt Monika Meister. Sie ist sich bewusst, dass dies sehr sportlich gedacht ist. Aber da beide bereits Eröffnungserfahrung haben und viele Vorbereitungsarbeiten schon im Voraus erledigt werden können, werde dies klappen. Unabhängig vom Eröffnungsdatum und der Coronasituation sind die beiden Gastronominnen überzeugt, dass das Ausflugsrestaurant «Etzel-Kulm» erfolgreich sein wird. «Denn jegliche neu in der Coronazeit entstandenen Bedürfnisse können wir erfüllen. Wir haben viel Platz, eine grosse Terrasse mit unglaublicher Weitsicht, frische Luft, viel Freude und ein Konzept, welches sämtliche Anforderungen an ein Schutzkonzept berücksichtigt. Hinzu kommt eine Genossenschaft, welche hinter uns steht und uns unterstützt. » Somit geniessen Meister und Helbling «super schöne Rahmenbedingungen, mit einem Verpächter, der Hand bietet, um so richtig Gas geben zu können».

Silvia Gisler, Redaktion March24 & Höfe 24