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Pfäffikon
27.11.2020
27.11.2020 09:30 Uhr

Keine Änderung an Leutschen-Bauvorlage

Das Justizgebäude (links) wird mit dem Rathaus durch eine gläserne Passerelle verbunden. Dieses Bauvorhaben sorgte an der Bezirks- versammlung Höfe für Diskussionen. Beispielsweise wurde vorgeschlagen, die Passerelle mit Photovoltaik zu bestücken.
Gleich zwei Höfner Bezirksversammlungen fanden am Mittwochabend statt. Das Bauprojekt zum neuen Rathaus in Freienbach sorgte erst für Diskussionen und wurde dann an die Urne überwiesen.

Nicht nur, dass gleich zwei Bezirksversammlungen am Mittwoch unter Corona-Massnahmen stattfanden, war besonders. Es war auch die erste ordentliche Versammlung des neuen Bezirksrates. Es wurde viel gedankt, die neuen Ratsmitglieder vorgestellt und viele Traktanden besprochen. Die erste Bezirksversammlung startete um 20 Uhr – das war jene zur Rechnung 2019 aus dem Frühjahr, die coronabedingt abgesagt werden musste. Die zweite betraf den Voranschlag 2021 sowie den Finanzplan 2022 bis 2024.

Steuereinnahmen prognostizieren sei wie «Kafisatz lesen»

Säckelmeister Dominik Hug präsentierte die Rechnung 2019. Anstelle eines Minus von 5 Mio. Franken resultierte ein Aufwandüberschuss von lediglich 2 Mio. Franken, dies dank mehr Steuereinnahmen, weniger Abschreibungen und weniger Sachaufwänden. Die Investitionen sind durch den Verzug in den Gewässerprojekten deutlich tiefer ausgefallen. Frau Bezirksammann Yolanda Fumagalli führt die Verzögerung auf Corona zurück. Es kann mit einem Eigenkapital von 28,5 Mio. Franken ins Rechnungsjahr 2021 gestartet werden. Höhere Beträge aus den Investitionsrechnungen 2019 und im Budget 2020 wurden mit der Projektentwicklung des Rathauses und des Justizgebäudes Leutschen begründet.

«Die Zahlen beim Finanzplan sehen düster aus», sagte Hug. Er spricht von einer zu erwartenden Senkung der Steuereinnahmen von elf Prozent bei natürlichen und gar von 32 Prozent bei juristischen Personen. Hug relativiert: «Die Einschätzung der Entwicklung ist wie ‹Kafisatz lesen›». Es werde sich zeigen, wie sich die Wirtschaft von den Corona-Auswirkungen erhole. Vorerst werde jedoch auf eine Erhöhung des Steuerfusses verzichtet, mit den Eigenkapitalreserven sollen die nächsten drei Jahre überbrückt werden. Es gelte, sparsam zu sein.

40 Veloplätze für 60 Mitarbeitende

Die GLP stellte gleich drei Anträge bezüglich des Bauvorhabens Rathaus und Justizgebäude Leutschen. Die Partei bemängelt, dass beim Neubau kein Minergie-A-Standard geplant sei, die Gebäude unzureichend mit Photo-voltaik-Anlagen ausgestattet seien und mehr Veloplätze für Mitarbeitende und Besucher vorhanden sein müssten. Gefordert wurde auch, die Veloplätze mit Steckdosen für e-Bikes auszustatten. «Wir können nicht auf Reserve bauen. Wir müssen ja auch kostenbewusst planen», lautete die Gegenargumentation von Bezirksrat Stefan Helfenstein. Insgesamt seien 40 Plätze geplant, die nach Bedarf erweitert werden könnten.

Zu den anderen beiden Anträgen meinte Helfenstein, dass die Möglichkeiten geprüft worden seien und bereits Minergie-Standard geplant sei, halt eben nicht A. Die drei GLP-Anträge wurden alle abgelehnt. Die Abstimmung Rathaus Leutschen findet am 7. März 2021 statt. Die Bauarbeiten sollen dann voraussichtlich im Sommer 2022 gestartet werden und die Gebäude 2024 bezugsbereit sein. 

Nicole Dürst, Redaktion March24 & Höfe 24