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14.01.2026

Syrische Braunbären bekommen im Tierpark Goldau erstmals Nachwuchs

Die Syrischen Braunbären Tamar (links) und Takis haben sich im Sommer 2025 mehr als beschnuppert.
Die Syrischen Braunbären Tamar (links) und Takis haben sich im Sommer 2025 mehr als beschnuppert. Bild: Handout Tierpark Goldau
Artenschutz – Die achtjährige Bärin Tamar hat im Tierpark Goldau am 11. Januar erstmals Jungtiere geboren. Die Geburt sei ein wichtiger Erfolg für den Artenschutz der gefährdeten Syrischen Braunbären, teilte der Natur- und Tierpark Goldau am Mittwoch mit.

Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger entdeckten die Bewegungen der Jungtiere anhand von Überwachungskameras in Tamars Winterhöhle, hiess es im Communiqué. Die genaue Anzahl der Jungtiere sei noch unklar, ebenso wie viele überlebten, so der Tierpark.

Die Geburt fällt in die Winterruhe und entspricht laut Mitteilung den "natürlichen Fortpflanzungsbedingungen" der Braunbären. Nach der Paarungszeit im Frühjahr folgt die Keimruhe, bei der sich der Embryo zunächst nicht weiterentwickelt, sodass die Jungen während der Winterruhe geboren werden.

Die "sehr kleinen und hilflosen" Jungen verbringen die ersten Wochen bei ihrer Mutter und werden gesäugt. Erst im Frühling werden sie für die Besuchenden des Tierparks erstmals zu sehen sein, wird Pascal Marty, Leiter Zoologie und Kurator des Tierparks Goldau, in der Mitteilung zitiert.

Die Bärinnen Tamar und Dalia kamen 2024 nach Goldau. Mit ihrer Ankunft und einem neuen europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Syrische Braunbären gibt es nun wieder gezielte Bärenzucht in Goldau, die erstmals seit 18 Jahren zu Bärennachwuchs im Tierpark führte, hiess es weiter.

Syrische Braunbären, die ein helleres Fell als europäische Braunbären aufweisen, gelten als "stark bedroht". In vielen Teilen ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets sind sie laut Mitteilung ausgestorben.

Keystone-SDA
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