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Lifestyle
30.11.2021

Dry January: Mit neuen Gewohnheiten in den Januar starten

Das Leben macht auch ohne Alkohol Spass und ist bunt.
Das Leben macht auch ohne Alkohol Spass und ist bunt. Bild: pixabay.com
Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland lanciert die Präventionskampagne «Dry January» im Zürcher Oberland. Das Motto: Mit neuen Gewohnheiten ins neue Jahr starten und einen Monat lang auf Alkohol verzichten.

Rund eine Million Schweizerinnen und Schweizer verzichteten 2021, im Rahmen der Kampagne "Dry January", einen Monat lang auf Alkohol. 2022 sollen es unter dem Motto "Mit neuen Gewohnheiten ins neue Jahr starten" noch mehr werden. Am 7. Dezember 2021 führt die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland eine Standaktion in Uster durch und informiert, warum sich das Mitmachen lohnt.

Alkoholfrei, um sich besser zu fühlen

Beim Dry January steht das Wohlbefinden im Vordergrund, schreibt die Suchtpräventionsstelle in ihrer Mitteilung. 7 von 10 Personen, die bei Dry January mitmachen, fühlen sich laut Beratungsstelle gesünder und haben mehr Energie, weil ihr Schlaf sich verbessert. Mehr als die Hälfte verlieren Gewicht. Und auch langfristig zahle es sich aus: Ganze 72 % konsumieren auch nach sechs Monaten weniger Alkohol.

Ein Teilnehmer verriet: «Ich konnte mir beweisen, dass es auch ohne Alkohol geht und ich nicht abhängig bin.» Obwohl sich die Kampagne an durchschnittliche Alkoholkonsumierende und nicht an Personen mit einem problematischen Konsum richtet, machten einige mit, um ihren (zu) hohen Alkoholkonsum einzudämmen.

Trocken durch den Januar

Wer sich bei dryjanuary.ch anmeldet, erhält nützliche Tipps und wird Teil der Online-Community, die sich gegenseitig beim Mixen von Smoothies und alkoholfreien Drinks anspornt. Weiter kann die kostenlose App „Try Dry“ heruntergeladen werden. Sie bietet unter anderem ein Trinktagebuch. Gewinnspiele sorgen zusätzlich für einen kurzweiligen Januar.

31 Tage für einen gesünderen Umgang mit Alkohol

Wer die 31 Tage geschafft hat, zeigt oft auch während des restlichen Jahres einen gesünderen Umgang mit Alkohol. Zu diesem Resultat kam laut Suchtpräventionsstelle eine Studie der University of Sussex, basierend auf den Angaben von über 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Dry January in Grossbritannien. Sogar noch sechs Monate später tranken diese weniger Alkohol als vor der Challenge.

Während des alkoholfreien Monats machen die Teilnehmenden die Erfahrung, dass sie keinen Alkohol brauchen, um sich zu entspannen, Spass zu haben oder Kontakte zu knüpfen. Dies hilft ihnen dabei, auch nach der Challenge nicht mehr zu trinken, als man eigentlich wollte.

Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland unterstützt die schweizweit breit angelegte Gesundheitskampagne. Für die Stelle ist es wichtig, jährlich eine öffentliche Aktion durchzuführen, um die regionale Bevölkerung, gerade in belastenden Zeiten, für einen massvollen Alkoholkonsum zu sensibilisieren. «Der Dry January motiviert, dies auf spielerische Art und Weise zu tun, und bringt Farbe in den manchmal grauen Januar.»

Dry January - eine Kampagne aus Grossbritannien

Das Konzept des alkoholfreien Januars wurde 2013 von der britischen Non-Profit-Organisation Alcohol Change UK lanciert und wird mittlerweile in mehreren europäischen Ländern umgesetzt. Den Schweizer Dry January koordiniert das Blaue Kreuz zusammen mit dem Groupement Romand d‘Etudes des Addictions (Grea) und dem Verein staatslabor. Das Bundesamt für Gesundheit unterstützt die Kampagne sowie eine Vielzahl von Partnerinstitutionen, unter anderem die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich.

Standaktion zum Dry January

Dienstag, 7. Dezember 2021, 11 - 16 Uhr
Gerichtsstrasse 4, Uster

Das Team Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland erklärt, warum es sich lohnt. Mit Punsch und Glückrad.

www.sucht-praevention.ch/dryjanuary
www.dryjanuary.ch
www.alcoholchange.org.uk
www.suchtpraevention-zh.ch

Zürioberland24