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Feusisberg
24.11.2021

Klein, aber fein: Jahresabschluss des FC Feusisberg-Schindellegi

FCFS-Präsident Christoph Fässler (links) und FC-Wollerau-«Amtskollege».
FCFS-Präsident Christoph Fässler (links) und FC-Wollerau-«Amtskollege». Bild: Bruno Füchslin
Kreativ in der Idee und der Umsetzung: Der FC Feusisberg-Schindellegi verabschiedete am Samstagabend das Fussballjahr 2021 mit teils aussergewöhnlichen Unterhaltungselementen.

Zwar war das «Stadion» – sprich der Maihof-Saal – nicht ganz gefüllt, doch jene, die sich der «FCFS-Gala » hingeben durften, erlebten einige unterhaltende Überraschungen. Die Idee, das Fussball-Jahresende so zu begehen, entstand nach einer Vorstandssitzung im März. «Wir erfuhren vorab, dass der Fussballverband der Region Zürich auch im 2021 keine traditionelle Gala durchführt. Also brachten wir die Idee aufs Tapet und verfolgten diese per Umsetzung konsequent», gab OK-Chef Oliver Lüscher die Geschichte bekannt.

Rund 20 Schwyzer Vereine sowie Nachbarschaftsclubs wurden angeschrieben – letztlich war das Desinteresse grösser als das Mitmachen. Immerhin fünf Vereine entschlossen sich mit ihren Vertretungen zur Teilnahme – und brauchten ihr Erscheinen nicht zu bereuen. Dennoch: «Stand heute ist eine Wiederholung beziehungsweise Neuauflage eher unwahrscheinlich. Wir hoffen einfach, dass wir finanziell zumindest eine Null erreichen», bilanzierte Lüscher. Da liess sich eine leise Enttäuschung nicht verbergen: Der Maihof-Saal bietet Platz für 250 Personen – 140 davon waren belegt.

Michael Elsener – ein Meister der Parodie. Bild: Bruno Füchslin

Unterhaltung für Ohren und Augen

Jene, die nicht erschienen, verpassten einen kleinen, aber feinen Anlass: Als unterhaltender Moderator gab Kabarettist Michael Elsener Kostproben seiner Vielfältigkeit. Namentlich sein fiktives Gespräch zwischen den parodierten Köppel, Leuenberger, Peach Weber und weiteren bekannten Persönlichkeiten wurde zum vokalen und entsprechend viel beklatschten Potpourri. Auch die Augen durften sich erfreuen: Die «Seventy Seven Dancers» – eine seit 1977 bestehende und in Einsiedeln gegründete Frauen-Tanzgruppe – liess gar manchen Fussballer darüber staunen, wie beweglich Körper sein können, wenn sie nicht «nur» auf das «dem-Ball-Nachhasen» fixiert sind.

Die «Seventy Seven Dancers» erfreuten die Augen. Bild: Bruno Füchslin

Wettbewerbe der anderen Art

Nicht immer dasselbe, auch mal Aussergewöhnliches: Drei Wettbewerbe gehörten mit zur Unterhaltung. Erst wurde aus den Vereinen FC Wädenswil, FC Horgen und FC Richterswil das «Trikot mit Überholbedarf» bekannt gegeben. Richterswils Vereinspräsident Turhan Güner konnte als «Sieger» einen nicht zu klein geratenen Gutschein- Betrag abholen. Da wird die Anschaffung einer moderneren Kreation fast zum Muss ...

Auf der Suche nach dem «jüngsten Vorstandsmitglied» fiel die Wahl auf den Wollerauer Michael Forrer, der nicht zuletzt aufgrund familiärer Nachfolge im Höfner Verein als Platzverantwortlicher tätig ist und so dem Vereinsführungs-Gremium angehört.

Und gleich nochmals FC Wollerau: Dessen Präsident Fabian Meier konnte aus den Händen seines FCFS- «Amtskollegen» Christoph Fässler ebenso ein «Bhalti» entgegen nehmen. Grund: «Der Wohltätigkeitspreis soll jenen im Erlenmoos gehören, weil sie meist im Nebel kicken müssen, während auf der Weni so gut wie immer die Sonne scheint.» Auch wenn die Teilnehmer-Bilanz doch eher ernüchternd war: Jene, die dabei waren, würden zum Besuch einer Neuauflage zum Jahresende 2022 hin sicher nicht Nein sagen…

Bruno Füchslin, Freier Mitarbeiter March24 & Höfe24