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27.10.2021

Kürbisse: Kulinarisch vielfältig einsetzbar

Karin und Benno Dillier vom Lützelhof in Pfäffikon.
Karin und Benno Dillier vom Lützelhof in Pfäffikon. Bild: Franziska Kohler
Neben der klassischen Kürbissuppe lassen sich aus den Früchten auch Konfitüren, Chutney oder sogar Kuchen zaubern. Spaghetti-Kürbisse lassen sich zudem als Pasta-Ersatz verwenden.

Halloween naht und damit die Zeit der Kürbis-Schnitzereien. Abgesehen von ihrem dekorativen Wert: Kürbisse gelten auch als das Herbstgemüse schlechthin. Kulinarisch geben sie mehr her als nur Suppe.

Darüber weiss Karin Dillier vom Lützelhof in Pfäffikon Bescheid. Sie und ihr Mann Benno bauen bereits seit vielen Jahre Kürbisse an und verkaufen in ihrem Hofladen neben den Früchten auch verschiedene Kürbisprodukte.

Kürbis süss-sauer

Zum Beispiel süss-sauer eingelegte Kürbisse: «Fürs Einlegen eigenen sich vor allem Kürbisse mit einem eher festkochenden Fruchtfleisch», verrät sie. «Zum Beispiel Butternut oder Oranger Knirps oder andere Hokkaido-Varianten.»

Die Kerne müssen bei allen Kürbissen entfernt werden. Für Kürbisöl oder Kürbiskerne kommen spezielle Ölkürbisse zum Einsatz. Diese werden in der Region Ausserschwyz allerdings nicht angebaut.

Süsse Abwechslung

Aus Kürbis lässt sich aber auch Konfitüre machen. Dafür brauche es eine Sorte, die rasch zerfällt. «Hier eignet sich vor allem ein Muscade de Provence», fügt sie an. Auch Etampes würden eine gute Konfitüre geben. Diese verfügen zudem über genug feuchtes Fruchtfleisch, so dass keine Zugabe von zusätzlichem Wasser nötig ist, damit der süsse Brotaufstrich cremig wird.

 

Kürbisse gibt es in unzähligen Sorten und Varianten – ihr Geschmack variiert stark, es gibt Sorten, die schmecken nach Kokosnuss, andere erinnern an Karotten. Bild: Pexels

Für ihre Kürbis-Confi verwendet Karin Dillier Gelierzucker, es gehe aber auch mit Kristallzucker. In diesem Fall setzt sie zum Gelieren Pektin ein. Dieses gibt es in der Drogerie zu kaufen. Es ist aber auch vor allem in der Schale von grünen Äpfeln enthalten.

Da Kürbis keinen starken Eigengeschmack aufweist, verwendet sie zudem Zimt oder Lebkuchengewürz. Auch Apfelsaft gibt eine feine Note. Beim Einkochen verhalten sich Kürbisse ähnlich wie Zwetschgen – regelmässiges Umrühren ist wichtig, damit sie nicht anbrennen.

Spaghettikürbisse und Kuchen

Wer mit Kürbis lieber Fleisch oder anderes Gemüse aufpeppt: Chutney ist eine andere beliebte Variante. Hier kommen Zwiebeln, Ingwer und Balsamico-Essig zum Einsatz. Die Masse wird mit Salz und Zucker abgeschmeckt und ist – ähnlich wie eine Marmelade – heiss in Gläser abgefüllt eine Weile haltbar.

Auch sogenannter Spaghetti-Kürbis erfreut sich laut Karin Dillier wachsender Beliebtheit. Dieser weist ein speziell faseriges Fruchtfleisch auf. «Man kann ihn im Ofen backen und danach das Fruchtfleisch mit einer Gabel herauslösen», erklärt sie. Dieses erinnert an Spaghetti – mit einer Sauce angerichtet oder mit Käse überbacken ergibt er eine feine Gluten-freie Mahlzeit.

Wer noch Lust auf ein Kürbisdessert hat: Auch Kuchen lässt sich damit zubereiten. «Ich backe ihn ähnlich wie eine Aargauer Rüebli-Torte», erläutert Karin Dillier. «Er schmeckt ganz ähnlich.»

Franziska Kohler, Redaktion March24 & Höfe24