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Kanton
25.10.2021

Diese Energiequelle könnte in Ausserschwyz lauern

Die Linthebene könnte allenfalls Potential für Geothermie aufweisen.
Die Linthebene könnte allenfalls Potential für Geothermie aufweisen. Bild: Franz Feldmann
Kantonsräte aus allen Fraktionen fordern in einer Motion, dass der Kanton die Untersuchungen des tiefen Untergrundes zur Abklärung eines tiefengeothermischen Potenzials selber durchführt.

Das Thema Geothermie (Erdwärme) im Kanton Schwyz ist nicht ganz neu. Bereits Ende 2011 war ein Bericht über eine grobe Potenzialabschätzung erstellt worden. Der damalige Bericht hielt fest, dass der Untergrund im Kanton Schwyz praktisch unerforscht sei, dass aber ein durchaus interessantes Potenzial vermutet würde. Seither ging nicht mehr viel, obwohl Parlament und Regierung mehrfach ihre Unterstützung für Geothermieprojekte zugesagt haben.

Forderung angesichts des Klimawandels

Mit einer Motion wird die Debatte um die Geothermie nun neu lanciert. Die Forderung: Der Kanton soll das Potenzial der Tiefengeothermie prüfen. Dies mittels seismischer Untersuchungen. Die Motion wurde vom Schindellegler FDP-Kantonsrat Urs Rhyner und acht Mitunterzeichnenden aller Kantonsfraktionen eingereicht.  

Angesichts des Klimawandels würden die Erschliessung neuer Grundwasserquellen oder die Nutzung von Erdwärme zur Beheizung und Kühlung von Gebäuden immer zentraler, begründen die Motionäre ihren Vorstoss. Ebenfalls von wichtiger Bedeutung sei die klimafreundliche Stromproduktion. 

Seismik-Kampagnen für Investoren teuer

Für Investoren seien die Aufwendungen für die Datenbeschaffung des tiefen Untergrundes – insbesondere Seismik-Kampagnen – teuer und mit viel formalem Aufwand sowie Bewilligungsrisiken verbunden. Dies halte sie vermutlich davon ab, Projekte in Angriff zu nehmen. Denn bis heute wurden im Kanton Schwyz keine Projekte initiiert.

Für die Motionäre ist klar: Der Kanton als Eigentümer des Untergrundes und als Bewilligungsgeber ist prädestiniert, die Untersuchung des tiefen Untergrundes selbst durchzuführen.

 

Hans-Ruedi Rüegsegger