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Sport
17.10.2021

Tuggner Ringer in Schmitten: Das war gar nichts

Fritz Reber (links) sorgte für das einzige Tuggner Highlight, als er im Generationenduell Altmeister Pascal Jungo besiegte.
Fritz Reber (links) sorgte für das einzige Tuggner Highlight, als er im Generationenduell Altmeister Pascal Jungo besiegte. Bild: Hansruedi Ulrich
Die in dieser Saison schon fast erfolgsverwöhnten Märchler NLB-Ringer müssen auswärts gegen den Gruppensieger Sense arg unten durch und verlieren klar 7:31. Eine schallende Ohrfeige.

Ohne Druck konnten die Tuggner Ringer am vergangenen Wochenende in den Spitzenkampf gegen Sense steigen.Doch die Märchler nahmen dies etwas gar locker. Nach einer missglücktenVorstellung wurden sie am Wochenende in Schmitten regelrecht vorgeführt und von den Freiburgern mit einer schallenden 7:31-Ohrfeige wieder nach Hause geschickt.

Klar, die Voraussetzungen waren schon vor dem Kampf mehrheitlich gegeben und richtungsweisend. Beide Teams waren schon fürs Halbfinale qualifiziert und hatten nichts zu verlieren. Und doch merkte man, dass die Sensler das Ganze ernsthafter angingen und mit einer sehr starken Aufstellung auf die Märchler warteten. Die Tuggner entschieden sich, ihr Team wieder umzustellen. Einige Stammringer wurden geschont, was dazu führte, dass es zu Gewichtsrochaden und Neubesetzungen kam.

Schon früh unter Druck

Den Beginn machten bis 57 kg wieder Ueli Bamert und Svenja Jungo. Bamerthatte gegen den rassigen Ringstil der Kaderringerin grosse Mühe, luchste ihrdiesmal aber trotz Niederlage einen Mannschaftspunkt ab. Im Schwergewicht konnte Dominik Streiff seinen Vorrundensieg gegen den amtierenden Meister Michael Nydegger nicht wiederholen und musste sich knapp nach Punkten geschlagen geben. Esmatollah Hosseini war im Kampf bis 61 kg gegen Eveline Lötscher der klar unterlegene Ringer und musste sich auf die Schultern legen lassen. Auch Damian Ulrich stand bis 97 kg gegen den NLA erprobten Matthias Käser auf verlorenem Posten und wurde ausgepunktet.

Roman Ulrich (in Blau) musste auch eine Punkteniederlage einstecken. Bild: Hansruedi Ulrich

Generationensieg als einziger Lichtblick

Dafür zeigte sich bis 65 kg Fritz Reber von seiner besten Seite. Im Generationenduell liess Reber dem Altmeister Pascal Jungo keine Chance und siegte durch technische Überlegenheit. Dies sollte jedoch der einzige Tuggner Lichtblick des Abendsbleiben. Der Rest des Kampfes ist schnell erzählt: Sämtliche Duelle der zweiten Hälfte gingen an die Freiburger. Roman Ulrich wehrte sich bis 86 kg nach Kräften gegen Benno Jungo, musste aber eine Punktniederlage hinnehmen. Jonas Müller hatte im Kaderringerduell bis 70 kg gegen Ronan Feyer klar das Nachsehen. Adrian Ulrich bis 80 kg gegen Noah Schwaller und Malik Majbri bis 75 kg Greco gegen Jonas Schwaller zeigten kämpferische Leistungen und holten sich trotz Punktniederlagen wenigstens einen Mannschaftszähler. Mit leeren Händen stand bis 75 kg Freistil Matus Kusin da, er hatte gegen Jan Faller keine Chance und wurde ausgepunktet. So war der für die Tuggner ernüchternde und brutaleSchlussstand von 31:7 für Sense ein logisches Ergebnis.

Nun gegen den amtierenden Meister

Diese knallende Klatsche muss für die Tuggner zwingend ein Weckruf sein. Denn im Halbfinal wartet nächsten Samstag kein geringerer Gegner als der amtierende Meister und Aufstiegsaspirant Oberriet-Grabs auf die Märchler. Jetzt ist das Tuggner Coachingduo Simon Helbling und Dominik Streiff gefordert, um ihre Kämpfer auf das Premierenduell wieder bestens einzustellen.

Tuggen 2 mit zwei Niederlagen

Auch das zweite Tuggner Ringerteam hatte ein zähes Wochenende hinter sich. In Beckenried gab es gegen Winterthur und Oberriet-Grabs 2 keine Punkte. Allerdings waren die Märchler personell sehr geschwächt und konnten in beiden Kämpfen drei Gewichte nicht besetzen.

Als einzige Tuggner waren Jonas Steiner, Adrian Bruhin und Miriam Lötscher siegreich. Lukas Lötscher sicherte seinem Team trotz Niederlage wichtige Punkte.

Hansruedi Ulrich