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Kanton
23.10.2021

Schwyzer Kantonalbank hat Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern überprüft

Susanne Thellung, CEO der Schwyzer Kantonalbank, setzt sich für Gleichberechtigung ein und hat die Lohngleichheit innerhalb der SZKB untersuchen lassen.
Susanne Thellung, CEO der Schwyzer Kantonalbank, setzt sich für Gleichberechtigung ein und hat die Lohngleichheit innerhalb der SZKB untersuchen lassen. Bild: fan
Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) hat 2021 eine Lohngleichheitsanalyse durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt, dass bei der SZKB die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern funktioniert.

Das revidierte Gleichstellungsgesetz (GlG), das am 1. Juli 2020 in Kraft getreten ist, verpflichtet Unternehmen mit 100 und mehr Mitarbeitenden, alle vier Jahre eine Lohngleichheitsanalyse durchzuführen, diese überprüfen zu lassen und die Resultate intern und extern zu publizieren.

Die Analyse des Lohngefüges basiert auf dem Referenzmonat April 2021. «Bei der Schwyzer Kantonalbank gibt es keinen Geschlechtseffekt», lautet das Fazit der Analyse der SZKB. Der festgestellte bereinigte Lohnunterschied liegt mit 2,2 Prozent deutlich unterhalb des Toleranzwertes von 5 Prozent. «Somit liegt keine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts vor», heisst es in der Medienmitteilung.

«Die SZKB stärkt weibliche und männliche Talente»

Über ein professionelles Talentförderungsprogramm werden junge Frauen und Männer gefördert. Susanne Thellung stellt fest: «Uns ist ein hoher Frauenanteil wichtig. Talente entwickeln sich besonders gut in gemischten Gruppen, diese sind auch im Alltag wichtig, und zwar in allen Gebieten – sei es in der IT oder in der Kundenberatung.» Chancengleichheit sei für die SZKB auch bei der Rekrutierung zentral und Teilzeitpensen in den meisten Fällen möglich.

Im Arbeitsprozess bleiben

Die SZKB möchte Frauen im Arbeitsprozess halten. Dazu braucht es unterstützende Angebote. Deshalb gewährt die SZKB Betreuungsbeiträge für die externe Kinderbetreuung. Dank dieser Unterstützung entstehe ein Anreiz, überhaupt externe Kinderbetreuung in Anspruch zu nehmen, weil dadurch das Familienbudget weniger stark belastet wird. «Damit zählt die SZKB zu den wenigen Banken in der Schweiz, die ihre Mitarbeitenden in der Vereinbarkeit von Elternschaftund Erwerbsarbeit mit Betreuungsbeiträgen unterstützen», sagt Susanne Thellung. Nicht nur Frauen haben die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten, auch für Männer sind je nach Funktion Teilzeitkarrieren möglich. Gesellschaftlich gesehen ist bezüglich der Offenheit solcher Formen noch viel Potenzial vorhanden (siehe Box).

Susanne Thellung spricht am Jubiläumsfest des Frauennetz Schwyz

Ihren Standpunkt in Bezug auf den Wandel der Arbeitsmodelle macht Susanne Thellung, CEO der Schwyzer Kantonalbank, auch an der Jubiläumsfeier des Frauennetz Schwyz klar: Teilzeitmitarbeitende seien für die Geschäftsleitung ein Mehraufwand, doch das sei ihr egal. Viel wichtiger sei für eine Führungskraft, die Mitarbeitenden zum Erfolg zu führen – «und das soll auch mit einem reduzierten Pensum möglich sein». Überzeugt ist sie auch davon: Teilzeitstellen, ebenso wie die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, «sind nicht nur Bedürfnisse von Frauen, sondern auch von Männern». Seit sie Führungspositionen innehabe, frage sie die frischgebackenen Väter in ihrem Betrieb: «Willst du dein Pensum nicht reduzieren?» Die Antwort laute zumeist: Nein, es sei zu wenig ökonomisch.

Redaktion March24 & Höfe24