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Kanton
24.10.2021

Mehr Lohn für Schwyzer Regierungsräte

Die Schwyzer Regierungsräte dürfen sich freuen: sie werden mehr Lohn erhalten.
Die Schwyzer Regierungsräte dürfen sich freuen: sie werden mehr Lohn erhalten. Bild: Archiv
Die Staatswirtschaftskommission des Kantons Schwyz nimmt ein Geschäft wieder auf, das wegen Corona in die Warteschlange musste. Dabei wird das Lohnsystem für den Regierungsrat auf den Kopf gestellt.

Ab Januar 2023 sollen die Schwyzer Regierungsräte eine dickere Lohntüte erhalten. Das ist das Ziel eines Projektes, das die Staatswirtschaftskommission (Stawiko) des Kantons Schwyz noch unter dem früheren Präsidenten Walter Duss (SVP, Bäch) angepackt hat. Wegen der Corona-Pandemie wurde es zwischenzeitlich auf Eis gelegt. Nun soll es aber wieder konkret weitergehen, wie Kantonsrat Fredi Kälin (SVP, Einsiedeln) sagt. Kälin wurde an der letzten Session vom Kantonsrat zum neuen Stawiko-Präsidenten und damit zum Nachfolger von Parteikollege Duss gewählt, der aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten musste und aus dem Kantonsrat zurücktrat.

248'000 statt 180'000 Franken

«Wir werden das Geschäft spätestens in der Mai-Sitzung 2022 der Stawiko abschliessend beraten und dann dem Kantonsrat zuweisen», gibt Kälin Einblick in den geplanten Fahrplan. Das Geschäft sei aber, weil es am Rande auch während der Corona-Pause besprochen wurde, «so weit unter Dach». Gegenüber der ursprünglichen Idee seien von der Kommission nur kleinere Korrekturen vorgenommen worden.

«Es ging», so Kälin, «nur um marginale Anpassungen» – etwa, wie hoch die künftige Abfindung für ehemalige Regierungsmitglieder sein soll und wie lange diese bezahlt wird. Das gilt unabhängig davon, ob jemand freiwillig zurücktritt oder abgewählt wird. Konkret heisst das nun: Die Kommission will etwas höhere Gehälter zahlen, diese aber weniger lang entrichten müssen. Heute kosten den Kanton die Ruhegehälter rund eine halbe Million Franken. Der Regierungsrat soll künftig zehn Prozent mehr als sein teuerster Mitarbeiter verdienen. Bisher war das Gegenteil der Fall. Künftig gäbe es für einen Regierungsrat also einen Jahreslohn von 248'000 Franken statt 180'000 Franken.

Künftig sind Regierungsräte im Vollamt unterwegs

Neu sollen die Regierungsräte alle im Vollamt arbeiten. Mit dem 80-Prozent-Pensum, das eh nicht mehr realistisch war, ist Schluss. Und einzelne Regierungsmitglieder sollen nicht mehr wie heute Zusatzeinkommen aus Verwaltungsratsarbeiten erhalten, die sie wegen ihres Amtes übernehmen. Solche Zusatzeinkommen sollen künftig in die Kantonskasse fliessen. Damit würden alle Regierungsmitglieder gleich viel verdienen.

Mit den jetzt diskutierten Plänen würde der Kanton Schwyz in diesem Bereich im interkantonalen Vergleich die rote Laterne abgeben und einen Sprung ins hintere Drittel machen können.

Redaktion March24 & Höfe24