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Auto & Mobil
24.10.2021

Blick aufs Handy während dem Fahren kann teuer werden

Viele machen es, doch es ist verboten und gefährlich: Handy checken beim Fahren.
Viele machen es, doch es ist verboten und gefährlich: Handy checken beim Fahren. Bild: unsplash
Laut einer Studie der Allianz Versicherung benutzen 40 Prozent der Autolenker das Handy während des Fahrens. Dies, obwohl grosse Strafen bis zu Gefängnis drohen.

Eine Umfrage, die die Allianz Versicherung in der Schweiz durchführte,zeigt: 40 Prozent der Lenkerinnen und Lenker auf Schweizer Strassen benutzen das Handy am Steuer. Das ist gefährlich, denn beim Telefonieren oder beim Schreiben einer Nachricht mit dem Handy wird die Reaktionszeit um 30 bis 50 Prozent verlängert. Unaufmerksamkeit und Ablenkung am Steuer gehören zu den häufigsten Unfallursachen in der Schweiz. Im Schnitt gibt es deswegen hierzulande jeden Tag drei Schwerverletzte.

Im Kanton Schwyz nahm die Zahl der Unfälle bis zum Jahr 2017 aufgrund von Ablenkung, respektive mangelnder Aufmerksamkeit, zu. Mittlerweile ist sie mit 142 Unfällen im Jahr 2019 und 112 Unfällen im letzten Jahr auf einem erfreulich tiefen Stand.

 

Präventionsarbeit der Polizei

Um dafür zu sorgen, dass die Zahl der Unfälle wegen Ablenkung durch das Handy nicht wieder ansteigt, führt die Kantonspolizei Schwyz regelmässig Verkehrskontrollen mit dem Augenmerk auf ablenkende Tätigkeiten während des Fahrens durch. Das Thema Ablenkung im Strassenverkehr ist zudem ein zentrales Thema bei der Präventionstätigkeit der Polizei. «Die Zielgruppen der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden werden anlässlich unserer Veranstaltungen permanent auf die Gefahren und Negativauswirkungen hin sensibilisiert», teilt Florian Grossmann, Chef Kommunikation der Kantonspolizei Schwyz, mit.

Zusätzlich habe sich die Kantonspolizei Schwyz in den vergangenen Jahren auch mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit an den interkantonalen Präventionskampagnen zum Thema Ablenkung beteiligt.

Was erlaubt ist und was nicht

Auch ohne Unfall können Telefonieren und das Schreiben von Nachrichten hohe Bussen, den Führerausweisentzug oder gar eine Freiheitsstrafe zur Folge haben. Das Telefonieren währen der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung wird mit 100 Franken gebüsst und kann auch Leistungskürzungen in der Unfallversicherung begründen. Das Schreiben einer SMS am Steuer wird seit 2009 als grobe Verkehrsregelverletzung eingestuft, welche mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft werden kann. Das Handy am Steuer ist zudem nach Geschwindigkeits- und Alkoholdelikten der dritthäufigste Grund für einen Ausweisentzug. Neben der eigentlichen Bedienung des Fahrzeugs sind nur Tätigkeiten erlaubt, die nicht vom Autofahren ablenken. Das hängt auch von den konkreten Umständen ab: Dauer der Ablenkung, Verkehrssituation, Sichtrichtung, Fahrzeug, Einfluss auf Körperhaltung etc.

 

Anouk Arbenz, Redaktion March24 und Höfe24