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Kanton
19.10.2021
18.10.2021 15:01 Uhr

Nachfrage nach Coronatests nimmt nicht ab

Im Spital Lachen wird immer noch gleich viel getestet wie vor Einführung der Kostenpflicht.
Im Spital Lachen wird immer noch gleich viel getestet wie vor Einführung der Kostenpflicht. Bild: zvg
Seit der Einführung der Kostenpflicht führte das Spital Schwyz nur noch ein Viertel so viele Tests durch. Im Spital Lachen und in den beiden Covid-Testpoints in Pfäffikon und Steinen blieb die Nachfrage jedoch gleich.
 

Wird weniger getestet seit der Kostenpflicht für Coronatests? sieht nicht so aus. Wie im Spital Schwyz werden im Spital Lachen nur PCR-Tests angeboten. Aber: «Wir merken keinen Einbruch», schreibt das Ausserschwyzer Spital. «Es sind zwischen 10 bis 20 Tests am Tag. Das bedeutet, dass wir keinen Unterschied nach dem 11. Oktober feststellen können.»

Auch in den Covid-Testpoints in Pfäffikon und Steinen, beauftragt vomKanton Schwyz und betrieben von der Firma JDMT, sind die Auswirkungen gering. «Die Nachfrage ist aktuell leicht rückläufig, wobei dies auch Ausdruck der Ferien sein könnte», vermutet CEO und Arzt Andreas Juchli. In den zwei Schwyzer Covid-Testpoints werden nebst PCR- auch Antigen-Schnelltests angeboten. Durchgeführt werden «pro Tag etwas über 100 Tests, wobei Steinen etwas mehr Aufkommen hat als Pfäffikon», zieht Juchli Bilanz über das Testaufkommen seit Montag.

Anders im Spital Schwyz

Das Spital Schwyz spürt das Motto «impfen oder zahlen» deutlich: «Wirwaren nach der Einführung der Zertifikatspflicht mehrheitlich ausgebucht, sodass wir unsere Testzeiten ausweiten mussten. Täglich hatten wir zirka 40 bis 50 Anmeldungen. Letzte Woche halbierte sich die Zahl der Anmeldungen dann auf zirka 20 Tests pro Tag. Seit Montag können wir im Schnitt noch knapp 10 Anmeldungen pro Tag verzeichnen.» Insbesondere vor dem Wochenende seien Termine vor der Kostenpflicht stark gefragt gewesen. Das habe sich geändert.

Abschliessend schreibt das Spital Schwyz: «Die Nachfrage nach Tests, auch an Donnerstagen und Freitagen, ist stark gesunken.» Dabei sei zu erwähnen, dass die Schulferien am 2. Oktober begonnen hätten, was die Nachfrage nach Tests kurz zuvor erhöht habe.

Weitere Anbieter, darunter das Spital Einsiedeln, wurden ebenfalls angefragt. Diese Medienanfragen blieben jedoch unbeantwortet. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Nachfrage nach Corona-Tests, seit diese nicht mehr vom Bund bezahlt werden, zwar abnimmt, sich die Auswirkungen aber in Grenzen halten.

 

 

Anja Schelbert, Bote der Urschweiz