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Sport
12.10.2021
13.10.2021 13:37 Uhr

Doppelte Ernüchterung bei den Devils

Gegen Eggiwil verspielten die Red Devils den Sieg im Schlussdrittel.
Gegen Eggiwil verspielten die Red Devils den Sieg im Schlussdrittel. Bild: Carlo Stuppia
Die Red Devils warten weiter auf ihren ersten Sieg nach 60 Minuten. Auch gegen das hinter ihnen liegende Langenthal Aarwangen und gegen Eggiwil resultieren zwei Niederlagen für die Teufel.

Gross war die Enttäuschung bei den Devils nach dem mit 1:7 verlorenen Schlussdrittel am Sonntagabend in der MZH. Gegner Eggiwil bejubelte den Sieg, während die Märchler sich in die Kabine verabschiedeten. Bereits am Tag zuvor im Spiel gegen Langenthal Aarwangen gaben die Hausherren einen Vorsprung in den letzten zwanzig Minuten preis, nachdem in einer ereignisarmen Partie lange der erste Sieg in der Luft lag. «Eine bittere Niederlage. Wir legten im Schlussabschnitt eine tolle Aufholjagd hin und gaben den Sieg kurz vor Ende aus der Hand, solche Spiele muss man einfach gewinnen», meinte Torhüter Kistler nach der Partie.

Dabei hatte das Spiel am Samstag gut begonnen. Soini erzielte den einzigen Treffer im ersten Abschnitt und nachdem zwischenzeitlich Piittisjärvi und Studer mit einer schönen Einzelaktion einen 1:3-Rückstand ausgleichen konnten, war es der 33-jährige Finne Soini, der das Heimteam mit einem souverän verwandelten Penalty in der 53. Minute erneut in Führung brachte. Doch mit einem Doppelschlag nur zwei Minuten später legte ULA vor und die Devils konnten keine Reaktion in Form von Toren mehr zeigen.

Auch Eggiwil entführt die Punkte

Am Sonntag erwarteten die Devils dann mit Eggiwil den nächsten Berner Gegner. Trainer Keller wirbelte für das so wichtige Spiel gegen den direkten Playoff-Konkurrenten die Sturmformationen gehörig durcheinander. Diese Massnahme zeigte vor allem bei der Linie um Bamert, Franzen und Soini Wirkung. Soini, welcher sich im ersten Abschnitt in einen regelrechten Torrausch spielte, war ganze vier Mal erfolgreich. Für einmal waren die Märchler auch gut ins Spiel gestartet: Nur gerade 16 Sekunden dauerte es, bis Franzen mit seiner Schnelligkeit die gegnerischen Verteidiger überrumpelte und den völlig freistehenden Finnen bediente, welcher sich nicht zwei Mal bitten liess. Auch das vierte persönliche Tor zum 4:2 für die Devils war schön anzusehen. Soini bezwang den Eggiwiler Torwart mit einem «Zorro-Move» und freute sich über seinen sechsten Treffer an diesem Wochenende.

Auch im zweiten Abschnitt wurde dem Publikum in der MZH einiges geboten. Studer und Piittisjärvierhöhten auf 6:3 und Franzen, welcher erneut durch die gegnerischen Reihen wirbelte, traf im Alleingang zum 7:5. Dazwischen sorgten immer wieder defensive Aussetzer und teils haarsträubende Fehler für das Herankommen des Gegners. Die Gäste glichen innert nur 16 Sekunden aus und als nach einem Flipperkasten-Eigentor plötzlich die Eggiwiler in Front lagen, schafften es die nun unglücklich kämpfenden Gastgeber nicht mehr, eine Reaktion zu zeigen.

Eine Pause zur rechten Zeit

Für die Devils kommt nun die zweiwöchige Nationalmannschaftspause wie gerufen. Torhüter Sven Kistler, welcher trotz insgesamt 18 Gegentoren zahlreiche wichtige Paraden zeigte und am Samstag zum besten Spieler der Partie gewählt wurde, meint: «Wir müssen in der Pause hart an unseren Schwächen arbeiten. Diese sind uns in den letzten Partien gnadenlos aufgezeigt worden. Vor allem defensiv müssen wir uns verbessern, um stärker zurückzukommen und endlich die ersten drei Punkte verbuchen zu können.» Bleibt zu hoffen, dass die Devils den Meisterschaftsunterbruch gut nutzen, um bald schon wieder auf die Siegesstrasse zurückzukehren.

Thomas Mächler, Red Devils