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Kultur
07.10.2021

Videodreh mit Kuschelsocken und Tee

Leiden für die Kunst: Diana mit Kuschelpulli am Chemineefeuer bei spätsommerlichen Temperaturen.
Leiden für die Kunst: Diana mit Kuschelpulli am Chemineefeuer bei spätsommerlichen Temperaturen. Bild: Silvia Gisler
Die Schlagersängerin Diana Reichmuth schmeisst sich für ein paar Stunden in flauschige Kuschelsocken, trinkt heissen Tee und setzt sich ans brennende Cheminée. Grund dafür: der Videodreh für die neue Single.

Es ist Montag, der 13. im September. Die Sonne scheint, es ist warm. Schlagersängerin Diana Reichmuth trifft mit einem freudestrahlenden Lächeln – und viel Gepäck – ein. Wie man auf den ersten Blick erkennt, hat sie bereits Coiffeur- und Visagistentermin hinter sich. Sie sieht ungewohnt stark geschminkt aus. «Das muss so sein», sagt sie. Denn heute ist Drehtag für das Video ihrer neuen Single «Er isch bi Dir» ab dem Album «Varia». Und das Licht wird später viel vom Make-up «schlucken», wie es so schön heisst. Diana wirkt leicht nervös, angespannt und sehr fokussiert. Sie dreht ja auch nicht alle Tage ein Musikvideo.

Weg mit dem Besteck

Eine Stunde später treffen auch Sänger und Künstlerbetreuer Patric Scott und Kameramann sowie Produzent Simeon Wälti in der Hütte ein. Man begrüsst sich freundlich, reisst ein paar Witze und bespricht, wo die ersten Szenen des Videos gedreht werden. Die Drei sind sich schnell einig. Also werden Tische und Bänke gerückt, Covid-Hinweise und Besteckhalter entfernt und Kerzen für eine noch heimeligere Atmosphäre angezündet. Das Set wird aufgebaut und Wälti kümmert sich um die Kamera.

Simeon Wälti konzentriert am Filmen. Bild: Silvia Gisler

Diana schlüpft derweil trotz sommerlicher Wärme noch in den Kuschelpulli, zieht sich Wollsocken über und giesst sich einen heissen Tee in die selbst mitgebrachte Tasse. Sie pudert sich ein letztes Mal die Nase, fährt sich durchs Haar, schnappt sich das Buch «Die Hütte» und drapiert es vor sich auf dem Beistelltisch.

Sitzend, stehend, kuschelnd

Dann ist es endlich soweit. Alle sind «ready». Patric Scott schaltet die Musikbox ein, Simeon Wälti beginnt zu filmen, Diana zu singen. Gleich beim ersten Versuch gelingen tolle Aufnahmen, lobt der Kameramann. Trotzdem werden an diesem Nachmittag noch ein gutes Dutzend Aufzeichnungen in unterschiedlichen Posen folgen. Mal auf der Eckbank eingekuschelt, mal am Hochbalken stehend und zum Schluss noch vor dem Kamin sitzend mit einem Glas Wein in der Hand. Nicht zu vergessen die ein oder andere Detailaufnahme vom Set.

Wein, Kuscheln und ein wärmendes Cheminee Bild: Silvia Gisler

Zwischenzeitlich werden erloschene Kerzen ausgetauscht, Fenster mit Wolldecken abgedunkelt und das Cheminéefeuer entfacht. Ach ja, und Hündchen Lia wird von Patric Scott Gassi geführt.

Wein und kaltes Plättchen

Den ganzen Dreh über herrscht eine angenehme, aber konzentrierte Stimmung. Da ändern auch die vielen kleinen und grösseren Drehpausen nichts. Zeitweise ist Diana beim Performen gar den Tränen nahe, da sie der Text des Liedes so sehr berührt. Nach 17 Uhr sind sämtliche Szenen im Kasten. Alles wird abgeräumt, an seinen Platz zurückgestellt, damit die Brustenegghütte ordentlich hinterlassen werden kann. Ein Glas Wein und ein kaltes Plättchen beschliessen den Videodreh. Alle sind erleichtert, glücklich und ein bisschen erschöpft vom langen Drehnachmittag. Nun muss Simeon Wälti nur noch alles zurechtschneiden, so dass Mitte Oktober das Musikvideo online gehen kann ...

Silvia Gisler, Redaktion March 24 und Höfe 24