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Kultur
05.10.2021

Das Publikum mit allen Sinnen angesprochen

Die drei Musikerinnen während des Auftritts, auf der Leinwand im Hintergrund die Bilder zur Geschichte.
Die drei Musikerinnen während des Auftritts, auf der Leinwand im Hintergrund die Bilder zur Geschichte. Bild: Denise Metzger
Das Trio Note à Note inszenierte am Samstag in Altendorf die Geschichte «Momo» von Michael Ende.

Arion Rudari erzählte die bekannte Geschichte von der mutigen Momo, welche zusammen mit der Schildkröte Kassiopeia den Kampf gegen die grauen Herren aufnimmt. Die Zeitdiebe rechnen den Menschen vor, wie viel Zeit sie mit «unnötigen Dingen» verbringen, wie spielen, singen, lachen oder mit ihren Freunden zusammen sein und stehlen ihre «Stundenblumen». Auch Meister Hora unterstützt Momo in ihrem Vorhaben, die Zeit der Menschen zu befreien und die grauen Herren zu vernichten.

Fröhlich, aber auch beklemmend

Livia Gucanin und Joana Quelhas mit der Querflöte sowie Sharon Mazzoletti am Klavier spielten verschiedene Stücke, die sie passend zur Geschichte ausgesucht hatten. Die Musikerinnen zauberten mit ihrer Musik nicht nur fröhliche Bilder in die Herzen des Publikums. Sie verstanden es auch – mit Hilfe einer Donnertrommel – ein beklemmendes Gefühl aufkommen zu lassen, als die grauen Herren auftauchten. Als die kleine Schildkröte Kassiopeia daherspazierte, um Momo zu helfen, entstand auch bei den Zuhörern wieder Hoffnung. Die drei Musikerinnen entlockten den Instrumenten das Ticken und Schlagen der Uhren in Meister Horas grossem Uhrensaal oder das Gefühl tiefer Einsamkeit, als niemand mehr Zeit hatte, mit Momo zu spielen.

Unterstützend zur Musik wurden liebevoll gestaltete und farbenfrohe Bilder, aus der Feder von Yasemin Günay an die Wand projiziert. Das Publikum wurde mit allen Sinnen angesprochen, und es fiel nicht schwer, sich in die fantasievolle Welt Momos mitnehmen zu lassen.

Denise Metzger, freie Mitarbeiterin