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Sport
04.10.2021

Die Devils sind nur einmal erfolgreich

Die Red Devils
Die Red Devils Bild: Michael Gnos
Im Cup gewinnen die Märchler standesgemäss, gegen Goldola resultiert nach hartem Kampf eine Niederlage.

Am Samstag reisten die Devils mit einer ganz speziellen Equipe ans Cupspiel zum weit entfernten Gegner Floorball Gruyères Arvi. Da zahlreiche Stammspieler die Reise zum Zweitligisten nicht angetreten hatten, kamen zahlreiche neue oder altbekannte Spieler zum Handkuss und konnten sich im Spiel gegen die Westschweizer beweisen.

Zu Beginn ebnete allerdings das Stammpersonal den Weg für einen geruhsamen Abend. Die zu Beginn mit zwei Blöcken agierenden Märchler sorgten schnell für klare Verhältnisse und führten nach dem ersten Drittel 7:0. Nun wurden auch zahlreiche Debütanten eingesetzt und diese waren im Verlauf des Spiels gegen den wacker kämpfenden Gegner aus dem Greyerzerland auch erfolgreich. Armando Lutzmann und der erst 17-jährige Daniel Keller reihten sich in die immer länger werdende Torschützenliste ein und auch die Altstars Ruoss und Schnyder sowie Bakaus, Zollinger und Reichmuth wussten beim Galaauftritt zu gefallen.
Mit dem Schlussresultat von 17:6 ging die Partie zu Ende und die Märchler zogen standesgemäss in die nächste Cuprunde ein. Gegner im 1/16-Final wird mit Davos ein Ligakonkurrent sein. Bei einem Sieg gegen die Bündner würde mit GC eines der besten Schweizer Teams auf die Devils warten.

Schwache erste Hälfte


Am Sonntag reisten die Märchler dann ins Tessin. Eigentlich könnte der Schreibende hier nun den Bericht von letzter Woche einfügen, denn der Spielverlauf glich dem damaligen fast bis aufs Haar. «Leider waren wir auch gegen Gordola nicht über die gesamte Spielzeit in der Lage, unser Spiel durchzuziehen. Dreissig Minuten gut zu spielen reicht einfach nicht», brachte Jungspund Wittenwiler seinen Frust zum Ausdruck. Denn bis zur Spielmitte lagen die Märchler wieder klar mit 1:6 im Hintertreffen Einzig Saku Liikka war für die Teufel mit einem Penalty erfolgreich, ansonsten blieb die Offensivabteilung der Devils blass – zur ersten Pause hiess es 1:3. Im zweiten Abschnitt zog das Heimteam dann davon. Eigenfehler führten zu drei weiteren Gegentreffern. Erst gegen Ende des zweiten Drittels konnten die Red Devils auf den deutlichen Rückstand antworten. Endlich war der Knoten geplatzt und drei Tore durch Liikka, Wittenwiler und Suter sorgten für eine spannende Ausgangslage fürs Schlussdrittel.

Weiter nur drei Punkte


Doch die Tessiner rührten nun den Zement an und liessen die Stürmer der Devils verzweifeln. Zudem spielte das Heimteam bei Ballbesitz aufreizend langsam und geduldig, was dazu führte, dass die Tessiner praktisch keine Fehler begingen. Rund um den 40-jährigen, mit seiner Übersicht glänzenden Eskelinen, spielte Gordola die Partie bis zum Schluss souverän herunter. Auch der mittlerweile 35-jährige Torhüter Baccharini zeigte einige Glanztaten, um im letzten Abschnitt seinen Kasten reinzuhalten. Die Tessiner bejubelten den nächsten Sieg, während die Märchler weiter auf ihren drei Punkten sitzen bleiben.

Es geht Schlag auf Schlag weiter


«Wir hatten in jedem Spiel bisher sehr gute Phasen. Doch die schwachen Minuten zwischendurch können wir uns nicht leisten. Wir müssen konstanter werden, um am nächsten Wochenende den ersten Vollerfolg feiern zu können», bilanzierte Captain Joel Meier nach dem Schlusspfiff. Denn die Devils spielten auch gegen Gordola keineswegs schlecht. Nur hatte man das Gefühl, dass mit den Tessinern nicht unbedingt die bessere, sondern die intelligenter spielende Mannschaft gewonnen hatte.
Allerdings können die Devils ihre Bilanz bereits am kommenden Wochenende in den zwei Heimspielen aufbessern. Gegen die direkten ­Konkurrenten Langenthal-Aarwangen und Eggiwil müssen Punkte her, um dem Ziel Playoffs wieder näher zu kommen.

Thomas Mächler, freier Mitarbeiter