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Freienbach
03.10.2021
01.10.2021 11:11 Uhr

Gleich drei Antennen beim Schulhaus Wilen

Gleich drei Anlagen strahlen direkt über das Schulhausareal, das ärgert den Anwohner Franz Lienert.
Gleich drei Anlagen strahlen direkt über das Schulhausareal, das ärgert den Anwohner Franz Lienert. Bild: Heidi Peruzzo
Beim Schulhaus Wilen wurde eine weitere 5G-Mobilfunkantenne installiert. Franz Lienert aus Wilen hatte jahrelang dagegen gekämpft.

Vier Jahre hat sich Franz Lienert aus Wilen gegen den Bau einer weiteren Mobilfunkantenne nahe dem Schulhaus und Kindergarten Wilen gewehrt. Zusammen mit weiteren Anwohnern verteilte er 500 Flyer. «Wir bekamen 250 Rückmeldungen und wurden finanziell unterstützt», erzählt der gebürtige Wiler. Die fünfköpfige Interessengemeinschaft (IG) reichte bei der Gemeinde Freienbach Einsprache gegen den Bau der geplanten Antenne an der Speerstrasse ein, diese wurde jedoch abgelehnt. Die IG zog weiter bis vor Bundesgericht, wo die Einsprache kürzlich ebenfalls abgelehnt wurde.

«Insgesamt hatten wir Kosten von über 20 000 Franken, und jetzt steht die neue 5G-Mobilfunkanlage von Swisscom auf dem Dach eines Privathauses 15 Meter vor meinem Esszimmerfenster, das macht mich schon sehr wütend», so Lienert. Was den Rentner auch ärgert, ist die Tatsache, dass Swisscom gleich noch die Kosten für die Dachrenovation übernommen hat und die Eigentümer nach Hörensagen 8000 Franken Miete pro Jahr bekommen sollen.

Direkte Strahlung über Schulhaus

Somit stehen beim Bahnübergang Wilen seit einigen Tagen nun zwei 5G-Sendeanlagen. Die bereits installierte Anlage von Sunrise steht seit etwa 15 Jahren auf einem Privatdach an der Schulhausstrasse. Eine weitere 3G-Antenne von Swisscom ist schon länger zwischen Pausenplatz und Bahngleis positioniert.

«Ich habe absolut kein Verständnis für den Entscheid des Bundesgerichts, eine weitere 5G-Antenne zu bewilligen; jetzt strahlen drei Antennen direkt über das Schulhausareal», ärgert sich Lienert. «Das ist eine enorme Strahlenbelastung, aber die Kinder kann man ja mit Ritalin wieder ruhigstellen.» Die Standorte aller Sendeanlagen in der Schweiz sind auf einer Übersichtskarte des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) erfasst. Die neu installierte Anlage an der Speerstrasse 5 ist aktuell noch nicht eingetragen.

Heidi Peruzzo, Redaktion March24 & Höfe24