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Siebnen
29.09.2021

Siebner Märt «light» - lustig, friedlich, schön

Speis, Trank, Spass und Unterhaltung auf 8200 Quadratmetern: Der Siebner Märt «light» war aus Sicht der Marktkommission Siebnen, der Besucher und der Marktstandbetreiber trotz Einschränkungen ein Erfolg.
Speis, Trank, Spass und Unterhaltung auf 8200 Quadratmetern: Der Siebner Märt «light» war aus Sicht der Marktkommission Siebnen, der Besucher und der Marktstandbetreiber trotz Einschränkungen ein Erfolg. Bild: Anouk Arbenz
Das Konzept für den Siebner Märt hielt stand: Die drei Märttage verliefen ohne Zwischenfälle oder Diskussionen wegen der Zertifikatspflicht. Am Montagabend wurden 3000 Besucherinnen und Besucher registriert.

«Klein, aber oho» trifft für den diesjährigen Siebner Märt den Nagel auf den Kopf (wir berichteten). Man wollte der Region doch noch einen richtigen Märt anbieten, nachdem die Kantonschilbi und die meisten Dorfchilbis der Region in diesem Jahr abgesagt werden mussten. Doch ein Siebner Märt mit 300 Marktständen und 10 000 Märtbesuchern war nicht möglich. So entschied sich die Marktkommission Siebnen für eine «Light»-Version mit maximal 3000 Besuchern und kontrolliertem Ein- und Ausgang. Dafür mussten für alle drei Tage ein Sicherheitsdienstleister engagiert und zur Zählung Sensoren angebracht werden. Zudem hatte man mit der Toppharm-Apotheke eine Partnerin gefunden, die während des Anlasses im Testcenter Gratis-Coronatests durchführte.

«Light»-Version erfolgreich

Man muss nicht im Eventmanagement tätig sein, um zu wissen, wie aufwändig die Planung eines solchen Anlasses im Jahr 2021 ist. Patrick Schnellmann: «Das war alles Neuland für uns», gesteht der Präsident der Marktkommission Siebnen. Doch nach tollen drei Märttagen lautet das Fazit: «Der Aufwand hat sich gelohnt!». Das Konzept habe wie geplant umgesetzt werden können, berichtet Schnellmann. Er habe viele glückliche, lachende Gesichter gesehen und nur gutes Feedback erhalten. Und dies sei auch der schönste Lohn für die Marktkommission, «die Leute so glücklich zu sehen». Auch die Marktstandbetreiber seien glücklich. Zwar waren die Umsätze erwartungsgemäss kleiner als in normalen Jahren, «doch sie haben trotzdem ein gutes Geschäft gemacht und waren vor allem froh, wieder einmal arbeiten zu können».

Viele glückliche und lachende Gesichter am Siebner Märt. Die Marktkommission erhielt nur gutes Feedback. Bild: Anouk Arbenz

Zur Spitzenzeit am Montagabend waren 3000 Personen am Siebner Märt. Während 20 Minuten durfte niemand mehr hereingelassen werden, weil nur 3000 Personen erlaubt waren. Ansonsten verteilten sich die Personenströme über den ganzen Tag. Am Sonntag waren es maximal 2800 Besucherinnen und Besucher. Bereits um 10 Uhr hatte sich eine längere Schlange vor dem Eingang gebildet. «Zu Stosszeiten gab es einen Rückstau», berichtet Schnellmann. Dies aufgrund der Kontrollen vor dem Märteingang. Probleme oder Diskussionen wegen des Vorweisens von Zertifikat und Ausweis habe es keine gegeben. «Die Leute waren friedlich und zeigten Verständnis dafür. » Das «Theater» im Vorfeld sei unbegründet gewesen. Wer nichts vorweisen konnte, durfte sich nebenan ja gratis testen lassen.

Die Marktkommission Siebnen ist froh, dass die Siebner Bevölkerung «mitgemacht» hat, und zeigt sich dankbar für die zahlreichen Besuche. «Das stärkt uns darin, nächstes Jahr – wenn der Siebner Märt hoffentlich im gewöhnlichen Rahmen durchgeführt werden kann – wieder Vollgas zu geben.»

 

Die Marktkommission Siebnen zeigt sich dankbar für die zahlreichen Besuche. Bild: Anouk Arbenz

Zusammen gesungen und getanzt

Das Festzelt, das im Alleingang vom Sportclub Siebnen betrieben wurde, war gemäss Präsident Giuseppe Ferramosca fast ununterbrochen an allen Märttagen voll besetzt. Rund 60 Personen halfen alleine im Festzelt mit. «Der SC hat wirklich einen Top-Job gemacht», zeigt sich Schnellmann verbunden. Montagabend sei so fleissig Essen bestellt worden, dass gar das Fleisch und das Brot ausgingen, wie er erzählt. Die musikalische Unterhaltung mit Geri Knobel, Alpenflieger Rolf und den Rusch Büeblä regte die Besucherinnen und Besucher zum Tanzen und Singen an.

Auch über das Wetter hat sich der Präsident der Marktkommission gefreut: «Es war optimal für den Siebner Märt.» Nur Montagabend regnete es für eine Stunde.

Anouk Arbenz, Redaktion March24 & Höfe24