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Kanton
28.09.2021

Kinderpornografisches Video auf Instagram führt vor Gericht

Ein junger Märchler verschickte ein pornografisches Video mit Minderjährigen via Instagram. Dafür wurde er jetzt mit 40 Tagessätzen à 100 Franken bestraft. Zusätzlich muss er eine Busse von 1000 Franken zahlen.
Ein junger Märchler verschickte ein pornografisches Video mit Minderjährigen via Instagram. Dafür wurde er jetzt mit 40 Tagessätzen à 100 Franken bestraft. Zusätzlich muss er eine Busse von 1000 Franken zahlen. Bild: unsplash
Ein junger Märchler versendete über seinen Instagram-Account willentlich eine kinderpornografische Datei, dies hat Konsequenzen. Er musste sich vor Gericht verantworten.

Vor knapp zwei Jahren, im Oktober 2019, kam ein heute 21-jähriger Märchler mit einem kinderpornografischen Video in Kontakt. Dies hatte rechtliche Folgen für ihn. Das Gericht beschuldigte ihn der Pornografie, da er eine pornografische Datei, die tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen enthielt, besass und weiterleitete.

Verbotenes Videomaterial

Da der Beschuldigte das Video über seinen Instagram-Account an mindestens einen Kollegen weiterschickte, machte er sich strafbar. Der 21-Jährige habe die kinderpornografische Datei von einer Drittperson erhalten. Diese zeigte drei Minderjährige beim Geschlechtsverkehr. Das Video schickte der Angeklagte über seinen Instagram-Account, an mindestens einen Kollegen weiter und machte sich damit strafbar. Der Märchler stellte diese kinderpornografische Datei willentlich und im Wissen darüber, dass es sich möglicherweise um verbotenes Material handle, seinem Kollegen zur Verfügung.

Bedingte Geldstrafe und Busse

Kürzlich sprach das Bezirksgericht March den jungen Mann, der Pornografie schuldig. Er wird mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 100 Franken bestraft und muss zusätzlich eine Verbindungsbusse von 1'000 Franken zahlen. Der Vollzug der Geldstrafe ist aufzuschieben und auf die Probezeit von zwei Jahren festzusetzen. Die Busse ist zu bezahlen. Sonst wird eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen ausgesprochen. Das Gericht sieht von einem Tätigkeitsverbot, im regelmässigen Kontakt zu Jugendlichen, ab. Das im Juli 2020 sichergestellte Mobiltelefon des Märchlers, ist nach Eintritt der Rechtskraft zu vernichten. Im Übrigen werden dem Beschuldigten die Kosten des Verfahrens, bestehend aus Gebühren und Auslagen, von total 3400 Franken und die Kosten für die amtliche Verteidigung, auferlegt.

Angeklagter zeigt sich geständig

Der beschuldigte Märchler zeigte sich vor Gericht geständig und einsichtig. «Das war eine einmalige Angelegenheit für mich», erklärte der 21-Jährige kürzlich vor dem Bezirksgericht. Des Weiteren gab er zu, gewusst zu haben, dass er die Datei nicht hätte weiter senden dürfen. Er anerkenne seine Strafe. Es ist nur noch das Eintreten der Rechtskräftigkeit des Urteils abzuwarten.

Mia Jule Hähni, Redaktion March24 & Höfe24