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Sport
23.09.2021

Zweitbeste Schweizerin im Mountainbiking

War lange in der Spitzengruppe mit dabei: Linda Indergand mit der Startnummer 6.
War lange in der Spitzengruppe mit dabei: Linda Indergand mit der Startnummer 6. Bild: Jürgen Grünwidl
Die in Buttikon wohnhafte Linda Indergand hat im amerikanischen Snowshoe die Mountainbike-Weltcupsaison erfolgreich beendet.

Als letztes Rennen des UCI-Weltcups fuhr der Tross nach Lenzerheide in die USA. In West Virgina startete auch die in Buttikon wohnende Urnerin Linda Indergand. Ihr Ziel, sich auch im Weltcupfinale unter den besten zehn Fahrerinnen zu klassieren, erreichte sie im Short Track wie auch im Cross-Country-Rennen souverän. Bereits zum zweiten Mal nach 2019 wurde der finale Weltcupanlass im amerikanischen Skiort ausgetragen. Linda Indergand zeigte sich nach den beiden Rennen im amerikanischen Osten sehr zufrieden. Eine gute Vorbereitung auf das Weltcupfinale war einer der Gründe für ihren Erfolg: «Wir sind mit dem Team schon am Samstag vor dem Rennen, also sehr früh, angereist. So hatten wir genügend Zeit, um uns an die Zeitumstellung und die Höhe von etwa 1400 Meter über Meer anzupassen.»

Viermal Vierte

Im ersten Rennen, dem schnellen Short Track, holte sich die Buttiknerin den undankbaren vierten Platz – schon wieder. «Einmal mehr ist es ein vierter Rang geworden», schreibt Indergand auf Anfrage. «Zufrieden bin ich zwar schon, aber es wäre cool gewesen, im letzten Rennen auf das Podium zu steigen. In dieser Saison bin ich bereits dreimal Vierte geworden.

Gute und konstante Saison

Im olympischen Cross-Country holte sich die Urnerin nach dem neunten Rang in Lenzerheide den siebten im letzten Rennen und war dementsprechend zufrieden: «Ich hatte einen super Start und konnten den Kontakt zum dritten Rang lange halten.» Gegen Ende des Rennens musste sie abreissen lassen. «Dennoch bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung.» Mit diesem Resultat holte sich Linda Indergand den sechsten Rang in der Schlussrangliste. 1018 Punkte stehen zu Buche. «Dieses Resultat zeigt mir, dass meine Saison sehr gut und konstant war», bilanziert die 28-Jährige. «Es ist mein zweitbestes Resultat im Gesamtweltcup. » Mit dieser Klassierung ist Indergand hinter Sina Frei die zweitbeste Schweizerin.

Schöne Erinnerungen

Generell ist Linda Indergand zufrieden mit der Saison. «Ich hatte einige Jahre etwas schlechtere Resultate zu verzeichnen. Dass es ausgerechnet beim wichtigsten Rennen des Jahres so perfekt aufgegangen ist, freut mich umso mehr.» Sie spricht damit ihren dritten Rang und damit die Bronzemedaille an den Olympischen Spielen in Tokio an. Linda Indergand sieht bei sich eine Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Jahren und freut sich nicht zuletzt deshalb auf die nächste Saison, auch wenn sie momentan noch weit weg ist. «Ich werde sicherlich wieder voll motiviert am Start stehen. Aber zuerst gönne ich mir ein paar Tage Erholung. » Bis es jedoch soweit ist, stehen noch zwei Proffix-Bike-Cup-Rennen in Lugano und Schaan auf dem Programm der Mountainbike-Fahrerin. Erst danach kann sie in die wohlverdienten Ferien fahren. «Nach dieser Pause werde ich mich dann mit der Planung für die nächste Saison inklusive der Zielsetzung auseinandersetzen. » Eine weitere Leistungssteigerung in der nächsten Saison würde sie noch näher an die Podestplätze bringen.

Franz Feldmann, Redaktion March 24 und Höfe 24