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Sport
21.09.2021

Tuggner Ringer verlieren Spitzenkampf gegen Sensler

Die Tuggner unterlagen den Senslern klar.
Die Tuggner unterlagen den Senslern klar. Bild: zvg
Am Samstag bezog die Ringerriege Tuggen in der Challenge League ihre erste Saisonniederlage. In Schübelbach unterlagen die Märchler Mattenkämpfer im Spitzenkampf gegen die Ringerstaffel Sense deutlich mit 13:24.

Nur gerade etwa 30 Zuschauer fanden den Weg an den Ringermatch ins Mehrzweckgebäude Gu-tenbrunnen in Schübel-
bach. Die Anwesenden wurden aber mit attraktivem und spannenden Ringsport belohnt. Nach dem Wiegen sah man es schon kommen, dass es fürs Heimteam schwer werden würde. Routinier Murat Argin fehlte den Tuggnern und das Coachingduo Simon Helbling und Dominik Streiff sah sich gezwungen, die Formation zu verändern. Zwar konnte Matus Kusin zum ersten Mal in dieser Saison mitwirken, doch musste man die Brüder Adrian und Roman Ulrich eine Gewichtsklasse höher schieben, um die Löcher zu füllen. Sense trat dagegen mit der erwartet starken Aufstellung an.

Schwacher Start war zu grosse Hypothek

Den Beginn machte bis 57 kg Ueli Bamert gegen die blutjunge internationale Spitzenringerin Svenja Jungo. Bamert versuchte, seine Gegnerin mit Kraft und Härte in die Defensive zu zwängen. Doch die aktuelle Kadettinnen-Vize-Weltmeisterin reagierte jedes Mal mit blitzschnellen Beinangriffen. Auch im Bodenkampf war die Senslerin überlegen und punktete Bamert blitzschnell aus. Im Schwergewicht bekam es Bruno Flück mit dem ehemaligen Schweizer Meister Matthias Käser zu tun. Der Kampf zwischen den beiden Routiniers war geprägt von taktischer Fleissarbeit und Härte. Flück hielt so gut es ging dagegen, musste aber mit einer 0:6-Punkteniederlage von der Matte.

Rückstand war ein Schock

Bis 61 kg hatte Esmatollah Hosseini gegen den talentierten Melvin Feyer nicht den Hauch einer Chance und wurde in Windeseile ausgepunktet. Nach drei Kämpfen stand es 0:11, ein Schock, von dem sich die Tuggner nur schwer erholen konnten. Teamkapitän Dominik Streiff nahm bis 97 kg seine Vorbildrolle wahr. Im Kampf gegen den amtierenden Schweizermeister und Eidgenosse von Aarau 2007, Michael Nydegger, kam es zu einem dramatischen Gefecht. Nach der ersten Hälfte lag der Freiburger Routinier noch leicht in Front. In der zweiten Hälfte machte Streiff aber nochmals gehörig Druck, glich zuerst aus und holte sich in den letzten Sekunden nochmals eine Zweierwertung. Mit seinem ersten Sieg über den Sensler Spitzenringer hauchte Streiff seinen Teamkameraden neues Leben ein.

Freiburger rettete Punktsieg

Bis 65 kg kam es zum mit Spannung erwarteten Duell der beiden Kaderringer Fritz Reber und Ronan Feyer. Reber hatte den Freiburger meistens im Griff. Einzig in der ersten Hälfte war Reber einen Moment zu unachtsam und gab eine verhängnisvolle Viererwertung ab. In Hälfte zwei powerte der Tuggner, doch der Freiburger rettete seinen 4:5 Punktesieg über die Zeit. So lagen die Tuggner zur Pause mit 3:14 schwer zurück.

Aufholjagd gelang nicht

Die zweite Halbzeit verlief einiges besser als die erste, doch zum Aufholen erwies sich Sense als zu stark. Roman Ulrich erfuhr erst wenige Minuten vor der Abwaage, dass er eine Gewichtsklasse höher und in der anderen Stilart als normal kämpfen wird. Dies jedoch kümmerte den Tuggner nicht gross. Jedenfalls war er bis 86 kg gegen Pascal Sperisen der bestimmende Mann. Dreimal stand er knapp vor einem Schultersieg, doch sein Gegner rettete sich jedes Mal durch seine gute Brücke. Am Ende gab es einen sicheren Punktesieg für den Märchler.

Sieg als Resultatekosmetik

Der Kampf bis 70 kg war schnell vorbei. Kaum hatte Jonas Müller seinen Widersacher Daniel Cottin einmal am Boden, punktete er den Sensler innert Sekunden aus. Adrian Ulrich bis 80 kg gegen den zweifachen Schweizer Meister Benno Jungo und Matus Kusin bis 75 kg Freistil gegen Jan Faller, erlitten beide dasselbe Schicksal. Sie kämpften zuerst noch ebenbürtig mit, wurden aber in der zweiten Hälfte noch überrumpelt und geschultert. Den Abschluss machten bis 75 kg Sergyi Sirenko gegen Jonas Schwaller. Im Generationenduell war der Tuggner Altmeister klar der bessere Mann und kam zu einem verdienten Punktesieg. Dieser Sieg bedeutete aber nur noch Resultatkosmetik und änderte nichts am deutlichen 13:24-Sieg für Sense.

 

Hansruedi Ulrich, freier Mitarbeiter