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Sport
21.09.2021

Märchler Erfolgsfahrer sind in Oerlikon am Start

Giuseppe Atzeni (m.r.) ist neunfacher Schweizer Meister – hier bei der Siegerehrung 2019.
Giuseppe Atzeni (m.r.) ist neunfacher Schweizer Meister – hier bei der Siegerehrung 2019. Bild: Peter Mettler, CuPNet
Neunmal holte der Siebner Steher Giuseppe Atzeni bereits den Schweizer Meistertitel. Heute Abend startet er auf der Offenen Rennbahn in Oerlikon. Der Reichenburger Herausforderer Jan Freuler ist ebenfalls am Start. Er wurde vor zwei Jahren Vizemeister.

Heute Abend ist es soweit: Auf der Offenen Rennbahn in Oerlikon kämpfen die Steher um die Schweizer-Meisterschaft. Am Start ist auch der alleinige Rekordhalter und neunfache Schweizer Meister Giuseppe Atzeni– auch dieses Jahr der klare Favorit. «Mein Ziel ist, den zehnten Sieg zu holen», erklärt der Siebner Radrennfahrer selbstbewusst. «Allerdings bleibt ein Rennen ein Rennen und muss erst gefahren werden.» Es könne noch viel passieren. «Ich habe gut trainiert und fühle mich in Form», ergänzt er. Darum sei er zuversichtlich.

Gefährlicher Routinier

«Meine Vorbereitung ist mein Geheimnis», weicht der Siebner der Frage aus. So viel verrät er aber: Strassentraining und Bergrennen gehören zu seinem Trainingsplan. «Ich weiss, wie ich mich auf einen solchen Grossanlass vorbereiten muss», betont der Routinier, der seit 1994 im Radsport aktiv ist und vor 20 Jahren die erste Goldmedaille als Steher holte.

Der Schweizer Meister ist sich aber auch der Konkurrenz bewusst. Er sei mittlerweile der Älteste, der mitfährt. «Mein Ziel ist es auch, die Jungen ein wenig zu kitzeln», hält er fest.

Nachwuchs ist am Start

Einer von Atzenis Herausforderern ist Jan Freuler, der mit seiner Unterstützung trainiert und als Halbprofi fährt. Vor zwei Jahren belegte der Reichenburger an den Meisterschaften den zweiten Platz. Auch Philipp Steiger hat laut Atzeni das Potenzial, ihn herauszufordern. «Ich habe allerdings seine vergangenen Rennen nicht verfolgt und weiss nicht, wie er in Form ist», räumt er ein. Mit einem einfachen Rennen rechnet er nicht. Es gebe einige junge Talente mit Potenzial. Es sei wichtig, sich für den Nachwuchs einzusetzen, damit der Steher-Sport weiterhin besteht.

Ans Aufhören denkt der Routinier noch nicht – auch wenn Gerüchte die Runde machten. «Ich habe leider Gottes noch zu viel Freude an diesem Sport», erklärt er lachend. Zudem sei er immer noch erfolgreich. Wie es sein werde, sollte eines Tages der Erfolg ausbleiben, kann er noch nicht sagen. «Ich kann darum die Frage nach einem möglichen Rücktritt weder mit Ja noch mit Nein beantworten.» Eines sei für ihn aber gewiss: «Selbst wenn ich mit dem Steher-Sport aufhören sollte, ich werde immer Velo fahren.»

Franziska Kohler, Redaktion March 24 und Höfe 24