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Lifestyle
22.07.2021
22.07.2021 13:53 Uhr

Was gehört alles in eine Camping-Küche?

In einer Serie erfahrt ihr von Pam & Angie alles rund um das Campen.
In einer Serie erfahrt ihr von Pam & Angie alles rund um das Campen. Bild: zvg
Unterwegs ist das Essen immer auch ein grosses Thema. Was sollte man dabei haben und worauf kann man getrost verzichten? Im dritten Teil unserer Serie dreht sich alles ums Thema «Kochen im Campervan».
Pancakes mit Bananen und Erdbeeren zum Z’Morge. Bild: zvg

Kochen im Van ist eigentlich wie daheim. Nur der Platz ist meist begrenzter und man muss mit Strom und Wasser etwas sparsamer umgehen – also ein bisschen wie früher. So stellen wir es uns zumindest vor. Wir sind beide noch etwas zu jung, um das miterlebt zu haben. Trotzdem schadet es sicherlich nicht, sich beim Campen auf die Basics zu konzentrieren.

Die richtige Grundausstattung

Unsere Küchenschränke im Büssli sind recht ähnlich ausgestattet wie zuhause. Wir nehmen meistens genügend Haltbares mit wie Pasta, Reis, Polenta, Haferflocken, Cornflakes und Knäckebrot. Aber auch ein paar Konservendosen mit gehackten Tomaten, Kokosmilch, Kichererbsen, Linsen und Pesto. Pesto ist immer gut – damit lässt sich im Nu was Leckeres zaubern.

Gewürze dürfen dafür aber natürlich nicht fehlen. Sowie Honig, Marmeladen und Co. Wir haben uns für den Campervan alles, was wir regelmässig brauchen, ein zweites Mal gekauft. So können wir das Material direkt im Camper lassen und müssen es nicht immer neu einpacken.

Der Omnia-Backofen bäckt Brötchen auf. Bild: zvg

Frisches richtig lagern

Unser Campervan ist zwar recht gut isoliert. Trotzdem können die Temperaturen stark schwanken. Gerade im Sommer kann es so richtig heiss werden. Da muss man aufpassen. Lebensmittel, die schnell verderben, lagern wir deshalb lieber direkt im Kühlschrank. Wir haben einen 80 Liter-Kühlschrank mit kleinem 5 Liter-Gefrierfach. 

Darin ist genügend Platz für frisches (oder sogar Tiefkühl-) Gemüse und Obst sowie Milchprodukte, Saucen, Eier, Aufschnitt – und was auch immer man sonst noch mitnehmen möchte.

Sich vor Ort verköstigen

Wir empfehlen nur so viel mitzunehmen, wie nötig. Nicht nur wegen des begrenzten Platzes und Gewichts. Ein grosser Teil der Reiseerfahrung ist  schliesslich auch das lokale Essen. Für uns gehört das einfach dazu. Deswegen gehen wir unterwegs auch gerne in Restaurants.

Und sollte uns doch die Kochlust packen, lieben wir es, in anderen Gegenden durch Supermärkte zu schlendern und die regionalen Produkte zu entdecken. Daraus lassen sich immer besonders spannende Gerichte zaubern. Falls man ohne etwas gar nicht sein kann, würden wir zur Sicherheit trotzdem immer genügend davon einpacken. So zum Beispiel auch wenn man sich nach speziellen Diäten richtet. Angi hat einige Nahrungsmittelunverträglichkeiten und kann davon ein Lied singen. 

Angi Ruoss kocht in Sardinien direkt am Strand. Bild: zvg

Nicht zu viel mitnehmen

Im Camper mögen wir’s lieber minimalistisch. Für uns bedeutet das, von allem nur so viel dabei haben, wie wir auch wirklich brauchen. Unser Camper ist für zwei Personen ausgelegt, also haben wir auch von allem nur zwei dabei: zwei grosse Teller, zwei kleine Teller, zwei tiefe Teller, zwei Schüsseln, zwei Weingläser, zwei Wassergläser, etc. Damit sparen wir Platz und laufen auch nicht Gefahr, ein Küchen-Chaos entstehen zu lassen. Wir zwingen uns dadurch quasi selber, immer gleich alles wieder abzuwaschen.

Ordnung ist das halbe Leben

Viel Platz Geschirr oder anderes rumstehen zu lassen hätten wir eh nicht. Gerade auf so kleinem Raum, ist es wichtig, dass immer alles schön verstaut ist. Sonst wird es schnell chaotisch. Und wenn wir fahren, muss sowieso alles an seinem Platz sein. Es sollte sich nichts verschieben oder sogar um- oder rausfallen – das auch aus Sicherheitsgründen.

Wir haben all unsere Schubladen und Schränke darum mit Anti-Rutsch-Folie ausgestattet, die Sachen in Kisten verpackt und uns teilweise sogar Extra-Vorrichtungen gebaut.

Pasta mit Burrata im Van zubereitet. Bild: zvg

Diese Gadgets lohnen sich

Die Schweizer lieben es zu Grillieren. Daher ist der Grill sicherlich etwas, das in keiner Camping-Ausstattung fehlen sollte. Mittlerweile gibt’s da unzählige Exemplare. Wir haben einen kleinen Gas-Grill, der auch als Kochherd benutzt werden kann. Zudem besitzen wir noch einen Camping-Toaster und einen Camping-Backofen. Beides ist extra für den Gasherd konzipiert. Damit lassen sich nicht nur Brot toasten und (auf-)backen, gerade der Backofen eignet sich auch für leckere Kuchen oder (Gemüse)-Aufläufe.

Für Käse, haben wir eine Käsereibe. Damit lässt sich aber natürlich auch Gemüse und Obst reiben. Um Gemüse, Obst, Nüsse oder sonstiges klein zu häckseln, hilft uns ein Multi-Zerkleinerer mit Zugschnur. Ausserdem haben wir für Kaffee eine Handmühle, einen Wasserkocher für den Gasherd, einen batteriebetriebenen Milchaufschäumer und diverse Kaffeezubereiter: Mokka-Kanne, French-Press, AeroPress, V60-Filter – wir haben sie alle.

Unsere liebsten Camping Rezepte

Wir lieben sogenannte One-Pot bzw- One-Pan Gerichte, bei denen alles in einem Topf bzw. einer Pfanne zubereitet wird. So sparen wir nicht nur Ressourcen, in dem wir zum Beispiel die Pasta direkt in der Sauce kochen, sondern müssen am Ende auch weniger abwaschen. Abgesehen von Pasta, eignen sich Curries besonders gut, aber auch das altbewährte Risotto oder Polenta werden traditionell in einem Topf zubereitet. Auch immer lecker: eine Kartoffel-Pfanne oder Rösti. Wer’s gerne mit Spiegelei mag, kann das Ei auch direkt auf die Rösti schlagen und Deckel drauf. 

Für Fragen zu den Küchengeräten oder zu unserem Kaffee-Equipment oder Rezeptvorschlägen: Kontakt per WhatsApp unter 077 407 69 22.

Der Camping-Toaster im Einsatz. Bild: zvg

Zur Serie

Angela Ruoss und Philip Michael, beide Anfang 30, wohnen in Buttikon und haben sich vor rund einem Jahr einen Pössl 2Win Plus gekauft, den sie auf den Namen «Nobody» tauften. Auf seinem Instagram-Kanal @pamxangi zeigt das Paar seine Erlebnisse und Erfahrungen beim Campen und gibt Tipps. Gerade auch während der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass man mit einem Camper sehr flexibel ist, weshalb sich unsere Sommerserie ganz dem Thema Camping widmet. 

 

Angela Ruoss und Philip Michael, March24 und Höfe24