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Wangen
11.07.2021
12.07.2021 14:35 Uhr

Feuerwehr Wangen musste in der Franzrüti ein gesunkenes Boot bergen

Mitglieder der Feuerwehr Wangen sichern das gesunkene Boot und errichten eine Ölsperre
Mitglieder der Feuerwehr Wangen sichern das gesunkene Boot und errichten eine Ölsperre Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
Übers Wochenende fielen in der Region heftige Niederschläge. Feuerwehren mussten ausrücken und die Notruf-Kommunikation war gestört.

Am späteren Sonntagvormittag wurde die Feuerwehr Wangen zum Hafen Franzrüti beim Flugplatz Wangen gerufen. Ein Boot war aufgrund des heftigen Regens am Samstag mit Wasser vollgelaufen und teilweise gesunken. 19 Angehörige der Feuerwehr waren drei Stunden im Einsatz, um das Boot auszupumpen und anzuheben. Dies wurde mittels Pioniermaterial und zwei Pfosten, einer links, einer rechts des Boots und eines Querbalkens bewerkstelligt. 

Um das Boot bei einer privaten Anlegestelle eines Hauses wurde eine Seesperre errichtet, um allfällig austretendes Öl oder Kraftstoff aufzufangen. Über die Höhe des Sachschadens konnte der Kommandant der Feuerwehr Wangen, Christian Bruhin, keine Angaben machen.

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Auch am Donnerstag Starkregen

Wie die Kantonspolizei Schwyz am vergangenen Freitag meldete, führte am Donnerstagabend Starkregen zu mehreren Feuerwehreinsätzen im ganzen Kantonsgebiet. Es gingen zwischen 17.45 und 21.45 Uhr einige Notrufe wegen überfluteter Strassen, Keller und Tiefgaragen ein. Die Feuerwehren mussten nach Altendorf, Bennau, Buttikon, Egg, Ried-Muotathal, Willerzell, Schwyz und Steinen aus-rücken.

Es war eine private Sirene

Ein aufmerksamer Leser berichtete zudem, dass bei der Auhof-Unterführung in Lachen, Punkt 23.40 Uhr, für fünf bis zehn Sekunden der «Allgemeine Alarm» einer Sirene zu hören gewesen war.

Auf Anfrage beim Schwyzer Amt für Militär, Feuer- und Zivilschutz weist man dies jedoch von sich: Thomas Schilter erklärt: «Das war mit absoluter Sicherheit keine Sirene des Zivilschutzes.» Es habe dazu keine Meldung gegeben und die Sirenen des Zivilschutzes könnten nur mit einem spezifischen Schlüssel ausgelöst werden und nicht durch Kurzschluss oder Ähnliches. «Das war eine andere -Sirene», ist sich Schilter sicher. Beispielsweise tönten Alarmsirenen bei Wohnhäusern oder von Fäkalienpumpen zum Teil ähnlich.

Überdies seien in Lachen die Sirenen lediglich auf dem Spital und dem Altersheim installiert. Eine dritte Sirene werde zwar zurzeit gerade auf dem Neubau an der Hinteren Bahnhofstrasse – wo früher das Hochhaus stand – eingerichtet. Aber auch dort werde bereits jede kleinste Manipulation erkannt und übermittelt.

Notrufkommunikation gestört

In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag gab es jedoch eine Störung der Notrufkommunikation, weshalb unter anderem auch die Kantonspolizei Schwyz etwa von ein Uhr früh für mehrere Stunden nur über Handy-Nummern erreichbar war. Die Mobiltelefonie funktionierte während dieser Zeit einwandfrei, weiss der Kapo-Informationsbeauftragte David Mynall. Der Ausfall der Notrufkommunikation wurde von der Kapo auch via die App «Alertswiss» verbreitet. «Wir haben das als Information und nicht als Alarm veröffentlicht», präzisiert Mynall. Tatsächlich funktionierte diese Information tadellos. Wobei die Kapo Schwyz ihr bei der Einführung der App abgegebene Versprechen, nur wirklich wichtige Informationen aufzuschalten, stets einhält – im Gegensatz etwa zu den Zürchern.

Am Freitagmorgen meldete die Swisscom dann: «sämtliche Telefonieservices inklusive Notrufnummern sind seit 9. Juli, 7.53 Uhr wieder verfügbar». Die Suche nach dem Grund der Störung laufe.

  • Die untere Dusche samt den beiden Bänkli in Pfäffikon stehen voll im Wasser. Bild: Leserfoto
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  • Der Fischsteg in Pfäffikon rund 20 cm im Wasser. Bild: Leserfoto
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hrr