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Lachen
26.06.2021

Als Musik- und Kunstschule zum «Gesamtkunstwerk»

Bild: Andreas Knobel, Redaktion March24 und Höfe24
Die altbewährte Musikschule Lachen-Altendorf integriert die noch junge Kunstschule und wird zur Musik- und Kunstschule Lachen-Altendorf.

Kunst ist ein weiter Begriff. Und Musik ein wichtiger Bestandteil davon. Meist kennt man aber nur Musikschulen. In die Musikschule Lachen-Altendorf ist jedoch bereits Tanz und Theater integriert.

Im August 2019 startete zusätzlich die Kunstschule, ein Pilotprojekt, das Kurse in anderen Bereichen der Kunst zu günstigen Konditionen anbieten will. Insgesamt 30 Kurse in den Fachbereichen Malen+Zeichnen, Fotografie und Tanz wurden bereits ausgeschrieben.  Das Projekt verlaufe sehr erfolgreich und finde in der Bevölkerung Anklang, erklären Martin Michel als Präsident und Armin Kölbli als Leiter der Musikschule Lachen-Altendorf.

Gesamtschule in Sachen Kunst

Nun geht die Musikschule Lachen-Altendorf einen Schritt weiter und vereinigt die beiden Schulen offiziell zur Musik- und Kunstschule Lachen-Altendorf. An der 19. Mitgliederversammlung der Musikschule wurde das wohl schweizweit einzigartige Vorhaben diskussionslos und einstimmig per Statutenänderung befürwortet.

Rechtlich und organisatorisch war diese Zusammenführung gut vorbereitet. Sehr hilfreich sei gewesen, dass dieser Prozess von Res Marty und Nicole Löhrer begleitet und von der Karl Lamperti- Stiftung die Anstossfinanzierung übernommen wurde, schreibt der Vorstand in seinen Erläuterungen.

Mit im Boot sein mussten natürlich auch die Gemeinden Altendorf und Lachen, um die Finanzierungsvereinbarung anzupassen. Beide Räte der Gemeinden haben diesem Vorschlag bereits zugestimmt, sie unterstützen also offiziell die Erweiterung zur Musik- und Kunstschule. 

Martin Michel zeigte jedoch auf, dass Musik immer noch und wohl für lange Zeit den Schwerpunkt bilde. Die Bildende Kunst innerhalb der Kunstschule beinhalte zwar 30 Fachbelegungen, innerhalb der Musikschule gebe es jedoch bereits 80 Einheiten Tanz und 25 Einheiten Theater. Demgegenüber bewege sich die Musik mit 700 Fachbelegungen in ganz anderen Dimensionen. 

Corona als grosse Herausforderung

Die eigentliche Mitgliederversammlung der Musikschule Lachen-Altendorf war eine kurze Angelegenheit.
Was rückblickend ganz einfach aussieht, war jedoch eine organisatorische und pädagogische Herkulesaufgabe für den Leiter und all die Musiklehrerinnen und -lehrer. Sie mussten nämlich den Unterricht neu erfinden und sich technisch auf den neusten Stand bringen, um Musikstunden auch online anbieten zu können. 

Ein Wechsel, zwei Ehrenmitglieder

Bei den Wahlen rund um den Vorstand kommt es zu einem Wechsel. Andrea Ledergerber gibt das Amt der Kassierin nach zehn Jahren ab. Neu übernimmt Lara Stuppia diese Aufgabe. Andrea Ledergerber wurde für ihre Verdienste gleich mit der Ehrenmitgliedschaft geadelt.

Eine aussergewöhnliche Würdigung mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft stand aber noch bevor: Klavierlehrerin Barbara Marty. Am 11. November 1977, kurz nach der Gründung der Musikschule, übernahm sie ihre ersten Schüler. Niemand sei nur annähernd so lange tätig gewesen, stellte Armin Kölbli in seiner kleinen Laudatio fest. In diesen über 43 Jahren habe Barbara Marty unzähligen Kindern das Klavierspiel vermittelt und ungezählte Konzerte veranstaltet. Dabei sei sie über all die Jahre mit ihrer Gewissenhaftigkeit und Hilfsbereitschaft aufgefallen.

Andreas Knobel, Redaktion March24 und Höfe24