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17.06.2021

Agglo Obersee deponiert neues Programm in Bern

Bild: zvg
Der Verein Agglo Obersee hat diese Woche als Trägerschaft das Agglomerationsprogramm der 4. Generation in Bern eingereicht. Man hofft, dass sich der Bund wiederum mit 30 bis 50 Prozent an den Investitionskosten beteiligt.

Diese Woche wurde bereits das Programm der 4. Generation beim Bund eingereicht. Damit strebt man beim Verein Agglo Obersee eine erneute Unterstützung mit Bundesbeiträgen zur Umsetzung von Massnahmen an. «Wenn der Bund die Massnahmen als wirksam anschaut, ist er bereit, Beiträge zu sprechen. Das ist für uns die Motivation, ein solches Programm zu erarbeiten», sagte Peter Göldi, Geschäftsführer von Agglo Obersee, Anfang dieser Woche.

Was als Modellvorhaben mit vier Gemeinden begann, besteht mittlerweile aus 17 Mitgliedergemeinden. Gegenüber der vorangegangenen Generation wurde der Bearbeitungsperimeter erweitert: Neu dazu gehören Reichenburg, Schübelbach, Tuggen und Wangen. Die Erweiterung ergab sich laut Agglo Obersee durch die ohnehin bereits starke Zusammenarbeit der Gemeinden. Zudem sind diese in den vergangenen Jahren vielerorts über die Gemeindegrenzen hinweg zusammengewachsen und haben auch aufgrund der S-Bahn sowie den Autobahnen eine ähnliche Entwicklungsdynamik.

Hausaufgaben gemacht

Das Agglomerationsprogramm der 4. Generation ist eine Weiterentwicklung des Programms der 3. Generation- Dabei hat die Agglo Obersee insbesondere auf die Hinweise des Bundes reagiert und identifizierte Lücken im Programm behoben – also quasi die aufgetragenen Hausaufgaben erledigt, wie es Thomas Huwyler, Vorsteher des Amts für Raumentwicklung des Kantons Schwyz, formulierte.

Viele Informationen kamen zusammen – diese Woche wurde das Agglomerationsprogramm der 4. Generation beim Bund eingereicht (v. l.): Ralph Etter (Vorstandsmitglied Agglo Obersee und Leiter Amt für Raumplanung und Geoinformation SG), Thomas Huwyler (Vorstandsmitglied Agglo Obersee und Vorsteher Amt für Raumentwicklung SZ), Birgit Grebe (Mitglied Steuerungsgremium Agglo Obersee vom Amt für Mobilität Kanton Zürich) und Martin Stöckling (Präsident Agglo Obersee und Stadtpräsident Rapperswil-Jona) präsentieren zuversichtlich die Unterlagen. Bild: Daniel Koch

Im Siedlungsbereich besteht die massgebliche Stossrichtung in der Bezeichnung von Verdichtungsgebieten in allen Gemeinden und von ausgewählten Entwicklungsschwerpunkten beispielsweise für Wohnen/Dienstleistung in Altendorf, Rapperswil-Jona und Uznach sowie in der klimaangepassten Gestaltung des Siedlungsraums.

Anschluss an den Fernverkehr in Pfäffikon

Als zentrale Massnahmen im öffentlichen Verkehr gelten die Erweiterungen der multimodalen Funktionen von Bahnhöfen wie Altendorf, Uznach und Reichenburg, um diverse Umsteigebeziehungen attraktiver zu machen. Zudem soll es am Bahnhof Pfäffikon künftig einen Anschluss ans Fernverkehrsnetz der Bahn geben.

Im Bereich motorisierter Individualverkehr sind die Aufwertung von Ortsdurchfahrten wie beispielsweise in Schmerikon, Rüti, Dürnten, Tuggen, Wangen und Siebnen geplant. Im Bereich Fuss- undVeloverkehr sind diverse Massnahmen zur Schliessung von Lücken und Behebung von Schwachstellen im bestehenden Netz, insbesondere auf dem Schwyzer Kantonsgebiet, vorgesehen. Im Landschaftsbereich wird ein Schwerpunkt auf die Erweiterung respektive Aufwertung der öffentlich zugänglichen See- und Flussuferbereiche sowie Landschaftskorridore und Hotspots bei der Biodiversität gelegt.

Daniel Koch, Redaktion March24 & Höfe24