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Digital
19.06.2021

Youtube: Werbung auf Startseite wird eingeschränkt

Auf der Startseite der Videoplattform sollen in Zukunft keine Werbeanzeigen zu Themen wie Alkohol, Glückspiel und Politik geschaltet werden. Der betroffene Masthead ist oft die teuerste und begehrteste Werbeeinheit der Plattform.
Auf der Startseite der Videoplattform sollen in Zukunft keine Werbeanzeigen zu Themen wie Alkohol, Glückspiel und Politik geschaltet werden. Der betroffene Masthead ist oft die teuerste und begehrteste Werbeeinheit der Plattform. Bild: Archiv
Das Videoportal nimmt Anzeigen, die mit Glücksspiel oder Alkohol in Verbindung stehen, nicht mehr an.

Youtube wird für seine prominenteste und grösste Werbefläche auf der Startseite künftig keine Anzeigen mit bestimmten umstrittenen Inhalten mehr akzeptieren. Darunter fallen Reklameschaltungen für den Verkauf von Alkohol und verschreibungspflichtigen Medikamenten, Werbung für Glücksspiel aber auch Anzeigen mit politischen Inhalten, berichtete das US-Portal Axios.

Ein Google-Sprecher bestätigte diese Woche den Bericht. Die Einschränkungen betreffen den so genannten Masthead (Aufmacher). Dabei handelt es sich um ein gut sichtbares Rechteck oben auf der Startseite von Youtube. Der Masthead ist oft die teuerste und begehrteste Werbeeinheit der Plattform.

Keine Sportwetten und Casinospiele mehr

Der Google-Sprecher erklärte, sein Unternehmen überprüfe regelmässig die Werbeanforderungen, um sicherzustellen, dass sie die Bedürfnisse von Werbetreibenden und Nutzern gleichermassen berücksichtigten. «Heute aktualisieren wir diese Anforderungen, um die Kategorien von Anzeigen zu begrenzen, die auf dem Youtube-Masthead-Inventar laufen dürfen.» Man glaube, dass dieses Update zu einer besseren Erfahrung für die Nutzer führen werde.

Den neuen Richtlinien zufolge werden Anzeigen, die mit Glücksspiel in Verbindung stehende Inhalte zeigen – einschliesslich Sportwetten und Casinospiele – von sofort an nicht mehr angenommen. Das Verbot gelte auch für Anzeigen, die für den Verkauf von Alkohol werben, sowie für sogenannte Branding-Anzeigen für alkoholische Getränke, die sich nicht explizit auf den Verkauf beziehen.

In Bezug auf politische und Wahlwerbung würden diese Richtlinien konsequent durchgesetzt, unabhängig von der politischen Zugehörigkeit, betonte der Sprecher. Die Aktualisierung betreffe nur das Masthead-Inventar. «Werbetreibende haben Zugang zu einer Vielzahl von Werbeoptionen und -formaten, sofern sie unsere Richtlinien einhalten.»

sda