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Pfäffikon
16.06.2021

Schüler des BBZP wollen eine «richtige» Feier und wehren sich

Am BBZ in Pfäffikon gibt es Kritik an der Art der Durchführung von Abschlussfeiern und am Verbot von Klassenausflügen.
Am BBZ in Pfäffikon gibt es Kritik an der Art der Durchführung von Abschlussfeiern und am Verbot von Klassenausflügen. Bild: Claudio Pfister
Die Abschlussfeierlichkeiten am Berufsbildungszentrum in Pfäffikon sehen dieses Jahr etwas anders aus als gewohnt. Das stört Schüler einer FaGe-Klasse. Die Schulleitung möchte jedoch nur das Schutzkonzept umsetzen.

Am Berufsbildungszentrum Pfäffikon stehen bald Abschlussfeiern an. Dieses Jahr sind sie wegen der noch nicht ganz besiegten Covid-19-Pandemie etwas anders ausgestaltet als üblich. Am BBZ ist man mit dem Schutzkonzept des Kantons unterwegs und hat aufgrund dessen entschieden, die Feierlichkeiten am 8. und 9. Juli blockweise mit wenigen Klassen gleichzeitig in der Aula am Römerrain abzuhalten. Es sind nur die Absolventen und die Lehrpersonnen zugelassen, Eltern, Freunde und die Berufsbildner haben die Möglichkeit, die Lehrabschlussfeier über einen Livestream zu verfolgen.

Reduzierte Feier, kein Ausflug

Dies stösst einer Abschlussklasse der Berufsrichtung Fachmann/-frau Gesundheit (FaGe) sauer auf. Ihnen sei erst vor einer Woche mitgeteilt worden, dass der Abschluss in dieser Form stattfinden werde. Es gebe zwar einen Livestream, aber dieser könne wohl nur von wenigen Interessierten verfolgt werden und auch die Schüler müssten während der Feier oftmals  arbeiten, weil die Arbeitspläne längst gemacht seien. «Die Feier wird keine Feier sein, weil wir kein Essen und nichts zu trinken offeriert bekommen», schreiben die Schüler. Dabei hätten sie sich schon über ein Jahr lang auch für Covid-Patienten eingesetzt und dabei Schutzkonzepte eingehalten.

Rolf Hug, Prorektor am BBZ, zeigt ein gewisses Verständnis für die Haltung der Lernenden. «Ich verstehe, wenn sie etwas enttäuscht sind», sagt er. In der Schulleitung seien sie jedoch überzeugt, dass es wichtig sei, das Schutzkonzept auch gegen und am Ende der Berufsschulzeit einzuhalten. Auf die Frage, ob es nicht auch Spielraum -gebe, entgegnet Hug: «Es sind immer noch Lehrabschlussprüfungen im Gange. Wenn ein Fall auftritt, zieht das die Quarantäne von weiteren Personen nach sich. Das wollen wir verhindern.» Es gehe darum, die Schüler zu schützen.

Auch ein beantragter Ausflug in die See-Badi in Pfäffikon von heute sei mit Verweis auf das Schutzkonzept abgelehnt worden. Die Schüler hätten sich wohl etwas mehr Augenmass und Grosszügigkeit seitens der Schulleitung gewünscht. Die Schule kann ihnen jedoch nicht vorschreiben, was sie in ihrer Freizeit tun. Das heisst, sie könnten sich am Abend oder am Wochenende in der Badi oder sonst wo treffen. Ob dies dann im Sinne eines Schutzkonzepts geschieht, liegt in der Eigenverantwortung aller.

Vollständiger Artikel im «March-Anzeiger» und im «Höfner Volksblatt» zu lesen.

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Urs Attinger, Redaktion March24 & Höfe24