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Sport
22.05.2021
21.05.2021 10:57 Uhr

Internationale Einsätze für Fritz Reber

Fritz Reber (rechts in Rot) war in Zagreb im Einsatz.
Fritz Reber (rechts in Rot) war in Zagreb im Einsatz. Bild: zvg
Der 16-jährige Ringer der Ringerriege Tuggen wurde mit dem Schweizer Kadetten Greco Nationalteam in Zagreb Dritter, in Bukarest schied er früh aus.

Für Schweizer Ringer sind internationale Ringerturniere immer eine harte Angelegenheit. Dies liegt zum einen an den starken, osteuropäischen Gegnern, die schon zur Jugendzeit den Ringsport voll professionell betreiben und dadurch ein enormes Niveau an den Tag legen. Zum anderen ist aber auch das olympische Wettkampfsystem von United World Wrestling so ausgelegt, dass es keinen Fehltritt leiden mag und die Spreu sich ­rigoros vom Weizen trennt.

Solange man als Ringer auf der Siegerspur bleibt, hat man keine Sorgen. Nach zwei bis drei Siegen kann man schon im Final stehen. Aber nach einer Niederlage kann es schon zu Härtefällen kommen. Verliert man zum Beispiel den ersten Kampf, muss man darauf hoffen, dass es der Bezwinger bis in den Final schafft, ansonsten ist das Turnier schon nach einem Kampf vorbei.

Bronzemedaille in Zagreb

Der 16-jährige Vorderthaler Fritz Reber hatte in Zagreb aber anderes im Sinn und startete in der kroatischen Hauptstadt optimal mit einem 6:2-Punktesieg gegen einen Polen. Im zweiten Kampf lief es sogar noch besser, denn der derzeitige Talentschüler und angehende Logistiker-Lehrling konnte seinen ungarischen Gegner sogar souverän auf die Schultern betten. Somit stand der Märchler schon im Halbfinal. In diesem traf er auf einen Ringer aus Estland.

Dieser war für Reber aber zu stark. Der Vorderthaler musste sich 0:8 geschlagen geben. Im kleinen Final liess der 16-Jährige aber nichts mehr anbrennen und besiegte einen weiteren polnischen Gegner mit einem Schultersieg. Somit wurde Fritz Rebers tolle Leistung in Zagreb mit der Bronzemedaille belohnt.

Frühes Out in Bukarest

Vor einer Woche ging der Vorderthaler mit dem Nationalkader wieder auf Reisen und nahm an einem Turnier in der rumänischen Hauptstadt Bukarest teil. Dort durfte Reber erfahren, dass auch im internationalen Ringsport die Welt klein sein kann, denn er traf im ersten Kampf ausgerechnet wieder auf seinen estnischen Halbfinalgegner vom Zagreber Turnier.

Der Märchler hatte klare Revanchegelüste, doch der Osteuropäer erwies sich für den Schweizer wieder als zu stark. Nun musste Reber darauf hoffen, dass es der Este bis ins Finale schafft, um selber weiterringen zu können. Doch sein Bezwinger scheiterte ebenfalls vorzeitig und somit war für den Märchler das Turnier in Bukarest zu Ende.

Hansruedi Ulrich, Sportredaktion March24 & Höfe24