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Sport
30.04.2021

Die Lakers feiern mit perfektem Spiel den ersten Halbfinalsieg

Die Lakers behielten im dritten Duell mit dem EVZ knapp die Oberhand. Bild: Keystone
Die Rapperswil-Jona Lakers erkämpfen sich in Zug den ersten Sieg im Playoff-Halbfinal. Beim 2:1 zeigten die Rosenstädter ein fast perfektes Spiel und können am Samstag die Serie ausgleichen.

«Do or Die» hiess es für die Rapperswil-Jona Lakers vor dem gestrigen dritten Spiel in der Playoff-Halbfinalserie gegen den EV Zug. Um nicht schon in die Ferien zu müssen, brauchte es zwingend einen Sieg.

Und die Lakers lieferten diesen auch ab. Der erste Sieg im Playoff-Halbfinal seit März 2006 – damals ebenfalls im dritten Spiel auswärts in Davos – war Tatsache. Mit einer absoluten Willensleistung gelang es den Rapperswilern erstmals in dieser Serie, den EV Zug in die Knie zu zwingen.  

Wie schon am Dienstag zeigten die Lakers im Startdrittel eine starke Leistung. In der Defensive standen sie solide und liessen keine gefährlichen Schüsse zu. Sie machten die Räume eng und stellten somit die Zuger vor Probleme, da diese ihr Tempospiel nie richtig aufziehen konnten. Es kam den Lakers aber auch entgegen, dass die Zuger besonders im Startdrittel eine schwache Leistung zeigten. 

Eggenberger mit Siegestor

Vorne konnten die Rapperswiler immer wieder Nadelstiche setzen und gingen auch in Führung. Daniel Vukovic entwischte seinem Gegenspieler an der blauen Linie und traf per Direktschuss aus dem Slot. Nach Hofmanns Ausgleich – Zugs einzige wirklich gute Chance im Startdrittel – brachte Eggenberger seine Farben wieder in Front. Er traf 39 Sekunden vor der Pause nach einem schönen Zuspiel von Marco Lehmann zur verdienten Pausenführung. 

Dies sollte bis zum Schluss das letzte Tor des Abends bleiben. Obwohl die Rapperswiler im zweiten Drittel phasenweise stark unter Druck kamen, blieben die Defensive und auch Goalie Melvin Nyffeler standhaft. Das Spiel der Lakers ähnelte wieder jenem gegen Lugano. Der Gegner wurde früh unter Druck gesetzt und die Schüsse konsequent geblockt – 20 an der Zahl waren es in Spiel drei.

Dass dies auch gegen den EV Zug ein probates Mittel ist, zeigte sich in diesem Spiel. Denn die Zuger kamen auch in den Druckphasen nur selten gefährlich vor Nyffeler, blieben oftmals schon früher hängen oder spielten um den Slot herum. 

Mut und Selbstvertrauen getankt

Auch im dritten Abschnitt zeigen die Zuger nur selten, weshalb sie die Qualifikation mit 22 Punkten Vorsprung gewonnen hatten. Eigentlich wäre aufgrund des Rückstands ein Offensiv-Feuerwerk zu erwarten gewesen. Aber selbst als die Zentralschweizer am Schluss fast zwei Minuten ohne Torhüter und mit einem Mann mehr spielten, gelang ihnen kein Abschluss auf Nyffeler. 

Nach diesem fast perfekten Rapperswiler Spiel kommt es nun am Samstag zu Spiel vier in der SGKB-Arena. Die Lakers dürften aus dem gestrigen Sieg viel Mut und Selbstvetrauen getankt haben. Sie wissen nun, wie sie den EV Zug bezwingen können. Sollte es ihnen tatsächlich gelingen, die Serie auszugleichen, wäre das berühmte Momentum definitiv auf der Seite der Rosenstädter. Und dann ist alles möglich …

Lars Morger, Sportredaktion March24 & Höfe24