Region
19.02.2020

Keine Virus-Lieferengpässe

Angst haben, dass wegen des Coronavirus Spitälern die Medikamente ausgehen, muss man keine haben. (Bild: zvg)
Es kommen weniger Pakete aus China an – Engpässe gibt es bei den Medikamenten im Spital keine.

von Silvia Camenzind

Das Päckli ist online bestellt, doch von der Post kommt nichts. Das weiss, wer gerade privat auf Ware aus China wartet. Werden zurzeit tatsächlich weniger Pakete aus China ausgeliefert?

«Die Schweizerische Post spürt aktuell einen Rückgangder Kleinwarensendungen aus China. Ein direkterVergleich mit dem Vorjahr lässt sich jedoch nicht machen, da das chinesische Neujahr, während dem die Produktion von Paketsendungen eingeschränkt ist, dieses Jahr früher war als 2019», erklärt Markus Flückiger, Post-Verantwortlicher regionale Kommunikation Mitte, auf Anfrage. Er gibt zu bedenken, dass viele Fluggesellschaften ihre Flüge von und nach China eingestellt oder stark reduziert hätten.

«Dies hat zu einem Backlog von Paketsendungen in China geführt, was einen weiteren Einfluss auf unsere Mengen aus Asien hat. Aus diesen Gründen ist es zurzeit nicht möglich, eine belastbare Aussage zur Entwicklung der Sendungen aus China zu machen», erklärt Flückiger weiter.

Müssen wegen des Coronavirus Patienten Angst haben, dass den Schwyzer Spitälern Medikamente ausgehen? «Im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnen wir keine Engpässe», erklärt Franziska Föllmi-Heusi, Direktorin des Spitals Schwyz, auf Anfrage. Alle Medikamente, die abgegeben würden, seien verfügbar und im Haus. Ganz allgemein könne es bei Medikamenten immer wieder zu Lieferengpässen kommen, erklärt die Direktorin weiter, dies aber aus anderen Gründen. Als Beispiel nennt sie die Abhängigkeit von einem einzigen Produzenten.

 

Silvia Camenzind