Kanton
19.02.2020
19.02.2020 08:44 Uhr

Chancengleichheit für alle Musikschüler und -lehrer

Musikschüler im Kanton Schwyz sollen ein einheitliches Musikangebot erhalten. (Bild: zvg)
Musikschulangebot und -kosten im Kanton Schwyz unterscheiden sich je nach Gemeinde teilweise stark. Die gestern lancierte Musikschulinitiative möchte dies ändern und den Kanton endlich in die Pflicht nehmen.

von Oliver Bosse

Der Kanton Schwyz sei einer von nur drei Kantonen in der ganzen Schweiz, die noch keinerlei gesetzliche Verankerung der Musikschulen kennen, schreibt das Komitee der «Musikschulinitiative» in einer Medienmitteilung. Eine solche ist nach Ansicht des Komitees aber dringend notwendig, wolle man den Kindern und Jugendlichen auch langfristig eine qualitativ gesicherte und zeitgemässe musikalische Bildung ermöglichen.

Um dieses Ziel zu erreichen, verlangen die Initianten eine Vereinheitlichung des Musikschulangebots. «Je nach Wohnort im Kanton Schwyz unterscheiden sich sowohl die Grösse des Angebots als auch die Anzahl der Lektionen für die Kinder und Jugendlichen. Letztere um bis zu 40 Prozent», heisst es. «Zudem kennt jede Musikschule ihre eigenen Anstellungsbedingungen beim Musikschulpersonal.» Mit einer kantonalen Gesetzgebung könnten einfachere, fairere und effizientere Strukturen geschaffen werden. So würden laut den Initianten konkret die Chancengleichheit für Kinder und die regionale Zusammenarbeit gefördert, aber auch die Arbeit der Musiklehrpersonen erleichtert. Eine kantonale gesetzliche Verankerung der Musikschule bilde ausserdem die Grundlage für die Auszahlung nationaler Gelder im Bereich der musikalischen Talentförderung.

Ab sofort läuft die Unterschriftensammlung. 2000 sind für das Zustandekommen nötig. André Ott, Mitglied des Initiativkomitees und Musikschulleiter in Freienbach, zeigt sich optimistisch, dass die Unterschriften schnell zusammengetragen werden können. Er weiss aber auch, dass mit Gegenwind zu rechnen ist. Hauptargumente gegen die Initiative seien finanzieller Natur, aber auch die Angst der Kommunen, dass ein neues Gesetz ihre aktuelle Freiheit bei der Bestimmung über das Musikschulangebot zu sehr einschränken könnte.

Der ganze Bericht ist in der Print-Ausgabe von «March-Anzeiger» und «Höfner Volksblatt» vom Mittwoch, 19. Februar, zu lesen.

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obo