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Kanton
16.04.2021
16.04.2021 08:44 Uhr

Impftouristen dürfen nicht mehr hierherkommen

Bild: pixabay.com
Die Kantonsräte Roman Bürgi, Thomas Haas und Samuel Lütolf haben eine Kleine Anfrage zum Thema Impftourismus eingereicht. Die Antwort des Regierungsrats: Insgesamt wurden 522 Personen, die ausserkantonal wohnhaft sind, seit Beginn der Impfaktivitäten im Kanton Schwyz geimpft. Ausserkantonale Personen würden vom Kanton kontaktiert.

Wie viele ausserkantonal wohnhafte Personen wurden in Schwyzer Spitälern mit Impfstoff, welcher dem Kanton Schwyz zugeteilt wurde, geimpft? Wie wurde bisher kontrolliert, aus welchen Kantonen die Impfwilligen stammen, die sich in Schwyzer Spitälern impfen liessen? Was unternimmt der Regierungsrat, um Impftourismus zukünftig zu unterbinden?» Diese drei Fragen stellten die SVP-Kantonsräte Roman Bürgi, Thomas Haas und Samuel Lütolf dem Regierungsrat in einer Kleinen Anfrage.

«Impftermine werden gelöscht»

Auf die erste Frage antwortete Frau Landammann Petra Steimen-Rickenbacher, dass die Verteilung der Impfstoffe in der Schweiz aktuell nach der Bevölkerungsanzahl resp. nach Grösse der Impfpriorisierungsgruppen in den Kantonen erfolge. Der Impfstoff werde dabei proportional auf die Kantone verteilt. «Das heisst, der Kanton Schwyz erhält die nur in beschränkter Menge zur Verfügung stehenden Impfstoffe aufgrund der kantonsspezifischen Grösse der entsprechenden Bevölkerungsgruppen.» Konkret beantwortet Steimen die Frage mit Zahlen: «Insgesamt wurden 522 Personen, die ausserkantonal wohnhaft sind, seit Beginn der Impfaktivitäten im Kanton Schwyz geimpft. Davon ausgenommen sind Personen, die im Rahmen der mobilen Impfequipen in Pflegeheimen oder als Mitarbeitende versorgungsrelevanter Institutionen im Rahmen der Restdosenverwertung geimpft worden sind.»

Die zweite Antwort der Regierungsrätin auf die zweite Frage, welche die Kontrolle der Impfwilligen betrifft, fällt etwas länger aus: «Die Registrierung für die Impfung erfolgt im Kanton Schwyz über die vom Bund empfohlene Applikation «soignez-moi». Mit dieser Registrierungsapplikation ist es nicht möglich, Personen mit ausserkantonalem Wohnsitz nicht zu registrieren. Im Kanton Schwyz wurde bereits am 2. März auf diesen Umstand reagiert, indem auf der Homepage des Kantons Schwyz ein Hinweis aufgeschaltet wurde, dass sich ausserkantonale Personen an die zuständige Stelle in ihrem Wohnkanton zu wenden hätten. Dies geschieht mittels eines Pop-Up-Fensters vor dem eigentlichen Registrierungsvorgang mit der Frage «Sind Sie im Kanton Schwyz wohnhaft?». Eine Regist- rierung ist nur möglich, wenn diese Frage mit «Ja» beantwortet wird. Zusätzlich wird unter der Rubrik «Corona – für Impfung registrieren» auf die Wohnsitzpflicht im Kanton hingewiesen.»

So weit so gut, doch das reicht ja noch nicht aus, um Ausserkantonale vom Impfen im Kanton Schwyz abzuhalten. Weshalb Steimen in Bezug auf die dritte Frage anfügt: «Zusätzlich zu den bereits erwähnten Massnahmen findet anhand eines regelmässigen Datenexports aus der Registrierungsapplikation «soignez-moi» eine Überprüfung auf ausserkantonale Impfwillige statt. Diese Personen werden anschliessend durch die Mitarbeitenden der Impf- infoline kontaktiert sowie informiert, und die entsprechenden Impftermine werden gelöscht.»

Redaktion March24 und Höfe24