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Sport
08.04.2021

Der doppelte Egli führt die SCRJ Lakers in Biel zum Break

Der Moment der Erlösung: Siegtorschütze Dominik Egli (Nummer 46) freut sich mit seinen Teamkollegen über den Sieg im ersten Pre-Playoff-Duell.Bild Keystone Bild: key
Die SC Rapperswil-Jona Lakers schaffen gestern ABend im ersten Pre-Playoff-Spiel in Biel sogleich das Break. Matchwinner beim 2:1-Sieg nach Verlängerung war Verteidiger Dominik Egli, der beide Treffer erzielte.

Am Schluss war es ein Sonntagsschuss, der den Lakers in Biel nach über 76 Minuten Abnützungskampf den so wichtigen ersten Sieg in der Best-of-Three-Serie gegen den EHC Biel einbrachte. Verteidiger Dominik Egli fasste sich von der blauen Linie mit einem Direktschuss ein Herz. Biel-Hüter Joren van Pottelberghe, der wenige Minuten zuvor noch gegen Jeremy Wick in Extremis die Niederlage verhindert hatte, liess den Schuss trotz freier Sicht durchrutschen und die Lakers damit jubeln. «Das war eines unserer besten Spiele in dieser Saison», sagte Egli nach der Partie. «Jeder ist zu 100 Prozent für jeden gegangen, hat Schüsse geblockt und gekämpft.»

Egli war es auch, der die Lakers im ersten Drittel richtig ins Spiel brachte. Denn obwohl für die Lakers klar war, dass sie nur über den Kampf gewinnen konnten, gab Biel von der körperlichen Seite von Anfang an den Ton an. Die Lakers hingegen fanden lange keinen Zugang und mussten gar den ersten Gegentreffer durch Fabio Hofer hinnehmen, der von der Verteidigung vergessen ging und alleine vor Nyffeler einschiessen konnte. Dominik Egli war es dann in der 16. Minute, der die Partie mit einem satten Direktschuss ausgleichen konnte. 

Klare Steigerung

Danach waren auch die SCRJ Lakers so richtig in den Pre-Playoffs angekommen. Plötzlich drehte der Wind und die Rapperswiler waren wacher, härter und in der Defensive konsequenter. Sie drückten dem Spiel immer mehr den Stempel auf und machten den Bielern mit harten Checks und engem Raumspiel das Leben immer schwerer. Die Aufopferungsbereitschaft, die Lakers-Trainer Jeff Tomlinson in der Vergangenheit mehrfach hervorgehoben hat, war auch gestern wieder sehr gross.

Die Seeländer ihrerseits konzentrierten sich immer mehr auf Nebenschauplätze. Nicht selten kam es vor, dass sie sich beim Schiedsrichter über das harte, aber nüchtern betrachtet meist faire Einsteigen der Lakers beklagten. So verloren die Seeländer immer mehr den Fokus auf die Partie und die Lakers kamen gegen Ende der Partie zu immer besseren Chancen, konnten diese aber vorerst noch nicht in Zählbares ummünzen. So kam es bereits im ersten Aufeinandertreffen zur Verlängerung. 

Nyffeler rettet den Sieg

In dieser konnten sich die Lakers bei Goalie Melvin Nyffeler bedanken, dass sie in der Serie nach gestern Abend nicht mit 0:1 im Hintertreffen liegen. Denn dort präsentierte sich der EHC Biel wie ausgewechselt und kam zu mehreren hochkarätigen Chancen.  Doch Mal für Mal zeigte sich Nyffeler von seiner besten Seite und machte die Chancen zunichte. 

Nach dem Auswärtssieg haben die Lakers bereits morgen Freitag in der heimischen SGKB-Arena die Chance, in die richtigen Playoffs einzuziehen, wo ein Duell mit Lugano winkt. Doch zuerst braucht es noch einmal eine ähnlich aufopfernde und solidarische Leistung wie gestern Abend. 

Lars Morger, Sportredaktion March24 & Höfe24