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Sport
25.03.2021

Der SC Siebnen im grossen Umbruch

Aus der 1. Mannschaft des SC Siebnen soll in Zukunft sportlich mehr herausgeholt werden. Bild: zvg
Auf Ende Saison wird der Vertrag mit Trainer Philippe Rechsteiner nicht mehr erneuert. Neu wird Javier Santana an der Seitenlinie übernehmen. Auch sonst sind einige Änderungen aufgegleist.

Schon ist es wieder zwei Jahre her, seit Philippe Rechsteiner das Traineramt des Märchler Drittligisten SC Siebnen übernommen hat. Nicht nur co­ronabedingt waren es auch sportlich zwei durchzogene Jahre. Mit relativ grossem Kader konnte Rechsteiner die Trainings gestalten. Doch: «Obwohl sich die mehrheitlich jungen Spieler in den Trainings individuell weiterentwickelten, konnte das Potenzial auf dem Spielfeld nicht umgesetzt werden», bilanziert Präsident Giuseppe Ferramosca.

Sportlich unbefriedigend

Diverse Spiele verliefen eher harzig. Zudem verpasste es das Fanionteam des SC Siebnen, gegen vermeintlich schwächere Gegner wichtige Punkte einzufahren. Das zeigt auch ein Blick auf die Tabelle. Nun hat der SC Siebnen gehandelt. Die sportliche Leitung hat sich in Absprache mit Trainer Rechsteiner dazu entschieden, den Vertrag Ende Saison nicht zu verlängern. Die Trainings, sollten sie denn auch noch vor dem Sommer stattfinden, wird Rechsteiner noch leiten. So musste in den letzten Wochen eine andere Lösung gesucht werden. Dazu mussten die Siebner auch gar keine weiten Wege gehen. Überraschenderweise wurde der neue Übungsleiter an der Linthstrasse in Tuggen gefunden.

Sich in Tuggen bedient

Die langjährige Teamstütze und Captain des FC Tuggen, Javier Santana, wird seinen ersten Chefposten als Trainer im Ausserdorf übernehmen.

Javier Santana wird neuer Siebnen-Trainer. Bild: Carlo Stuppia

Der SC Siebnen holt sich also ganz viel Fussball-Know-how. Der 32-Jährige hat für den FC Tuggen in 285 Promotion League- und 1. Liga-Spielen 57 Tore erzielt und drei Spiele mit der domi­ni­kanischen Fussball-Nationalmannschaft absolviert. Beim FC Zürich hat er den Sprung von der U21 in die 1. Mannschaft nie geschafft. Javier Santana besitzt das C+-Diplom, ist also berechtigt, Mannschaften bis zur 2. ­Liga zu trainieren. «Ich freue mich riesig auf diese Aufgabe und bin überzeugt, dass ich mit meinem Wissen viel für den Verein tun kann», sagt Santana. Um den nächsten Schritt in seiner Trainerausbildung zum B-Diplom machen zu können, braucht er mindestens ein Jahr Erfahrung als Cheftrainer. Sein Augenmerk wird er darauf legen, das Optimum aus dem spielerischen Potenzial der Märchler zu holen. «Wer mich kennt, weiss, dass ich ein zielstrebiges, gepflegtes Angriffsspiel liebe.»

«Wir wollen das Training auf einen qualitativen Nenner bringen und das sportliche Niveau anheben, ohne dabei den sozialen Gedanken ausser Acht zu lassen.»
Giuseppe Ferramosca, Präsident SC Siebnen

Auch in der sportlichen Leitung konnte die seit langem bestehende Vakanz endlich besetzt werden. Der ehemalige Trainer der Märchler, Pasquale Nigro, übernimmt die Führung. Nigro ist bereits seit über 20 Jahren im Verein, war Assistenztrainer in Tuggen und auch Trainer in Horgen. Nigro hat seine Arbeit im Ausserdorf bereits aufgenommen. Gespräche mit einzelnen Trainern sowie die Gesamtorganisation im Juniorenbereich sind die Haupt­aufgaben. Das Ziel sei es, eine straffere Struktur zu schaffen, damit alle Stufen im Juniorenbereich eine einheitliche Idee verfolgen können.

Zu diesem Zweck ist es dem SC Siebnen gelungen, zwei weitere ausgewiesene fussballerische Fachkräfte zu verpflichten. Carlo Marty hat in der 1. Liga als Torhüter in Cham und Freienbach seinen Wert oft bewiesen. Er wird ab diesem Sommer die Spezialtrainings der Torhüter leiten. Einen weiteren Coup konnten die Siebner mit Luca Mattia landen. Der weiterhin als Stürmer für den FC Lachen/Altendorf Tätige wird für die interne Aus- und Weiterbildung aller Juniorentrainer des SCS zuständig sein. «Wir wollen das Training auf einen qualitativen Nenner bringen und das sportliche Niveau anheben, ohne dabei den sozialen Gedanken ausser Acht zu lassen», erklärt Giuseppe Ferramosca.

Wo soll es mit dem Drittligisten in Zukunft hingehen?

«Wir sind ein regionaler Verein, der etwas erreichen will», so Ferramosca weiter. Dabei spricht er nicht von der Ligazugehörigkeit, aber: «Wir wollen ganz klar eine Steigerung der Konstanz und der Qualität in Siebnen erreichen.»

Franz Feldmann, Sportredaktion March24 & Höfe24