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Pfäffikon
23.02.2021
23.02.2021 19:34 Uhr

Fliegendes Baugerüst auf dem Heimweg

Die Kirche Peter und Paul auf der Insel Ufnau ist fertig saniert. Gestern wurden die Baugerüste nach knapp neun Monaten wieder abtransportiert. Bild: Louis Hensler / Archiv
Die Kirche St. Peter und Paul auf der Insel Ufnau wurde heute mit dem Heli von ihrem Korsett befreit.

Helikopterlärm heute Morgen. Über der ehemaligen Steinfabrik in Pfäffikon herrscht reges Treiben. Immer und immer wieder fliegt die Maschine von Fuchs Helikopter aus Schindellegi das Lager der Firma Kempf in Pfäffikon an. «Wir holen unser Gerüst von der Insel Ufnau zurück», erklärt Franz Kempf von der Kempf Gerüste AG in bester Laune, während er das eingespielte Team beobachtet, das Mal für Mal Pakete mit Gerüstteilen sicher zu Boden bringt. Das Team setzt sich zusammen aus Flughelfern und Gerüstbauern. Schon früh am Morgen musste das Team um Chef Ivo Marty die Pakete vorbereiten.

Maximal kann der Helikopter 900 Kilogramm Last tragen. Etwa 20 bis 30 Flüge seien deshalb notwendig, bis alles Material wieder an Land sei, weiss Kempf. In Paketen von 700 bis 900 Kilogramm, fest zusammengebunden, werden die Pakete auf der Ufnau angehängt und direkt vor dem Lager der Firma Kempf abgeladen, um sogleich mit dem Hubstapler an den richtigen Platz gebracht zu werden.

Etwa ein halbes Jahr diente das Gerüst den Renovationsarbeiten bei der Kirche Peter und Paul auf der Insel Ufenau. Saniert werden musste, weil das Dach von Turm und Kirchenschiff vor etwas mehr als einem Jahr zerstört worden war. Im Juni letzten Jahres waren beim Transport mit einem Fuchs Helikopter 250 Kilogramm schwere Gerüsteteile ins Wasser gefallen. Einen solchen Zwischenfall hatte es seitdem nicht mehr gegeben. 

Louis Hensler, freier Mitarbeiter Hoefe24