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Vorderthal
29.11.2020

Steuerfuss wird auf 135 Prozent erhöht

Pius Kistler wurde an der Gemeindeversammlung für sein Engagement verdankt. (Bild: Urs Attinger)
Die SVP Wägital hat sich gegen den Gemeinderat und die RPK durchgesetzt in der Frage, ob die Steuern von 120 auf 135 oder 150 Prozent erhöht werden. Ansonsten gab es nur wenige Diskussionen.

Die Vorderthaler Säckelmeisterin Edith Bruhin erklärte ausführlich den Voranschlag 2021 und den Finanzplan bis 2024 der Gemeinde Vorderthal, als sie auf die angekündigte Steuererhöhung von 120 auf 150 Prozent zu sprechen kam. Diese Erhöhung sei notwendig, wolle man verhindern, in den nächsten Jahren das Eigenkapital aufzubrauchen und in ein Minus zu rutschen, führte sie aus. Denn in den kommenden Jahren rechnet Vorderthal mit Aufwandüberschüssen von rund 400'000 Franken jährlich.

Kantonsrat Bernhard Diethelm (SVP) stellte sich diesen Ausführungen entgegen. Er sehe zwar die Notwendigkeit einer Steuererhöhung, könne aber nicht nachvollziehen, warum diese so hoch ausfallen sollte. Man dürfe den Standortvorteil Vorderthals, den niedrigen Steuerfuss, nicht leichtfertig aufgeben. Seit zehn Jahren lag der Steuerfuss konstant bei tiefen 120 Prozent

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Die Säckelmeisterin und auch die RPK hielten dagegen, doch die folgende Abstimmung ging knapp zu Gunsten des Antrags der SVP aus. 38 Personen votierten für den Antrag der SVP Wägital, die Steuern auf 135 Prozent anzuheben, nur 32 stimmten für den Antrag des Gemeinderates. 

Zuvor war die Rechnung 2019, die im Frühling nicht behandelt werden konnte und deshalb jetzt zur Genehmigung kam, durchgewinkt worden. Nach der vom Gemeinderat verlorenen Abstimmung wurden zwei Geschäfte vorgestellt, über die am 7. März an der Urne abgestimmt wird. (...)

Pius Kistler geehrt

Zum Schluss wurde der langjährige Gemeindepräsident Pius Kistler, der Anfang Jahr zurückgetreten war, offiziell verabschiedet. Die Vize-Gemeindepräsidentin Rosmarie Oetiker dankte Kistler für seinen unermüdlichen Einsatz und seine akribische Sitzungsplanung. Kistler erhielt ein Goldvreneli und einen Blumenstrauss, den er seiner Frau Maya heimbringen werde. Auch der Einsatz von Christoph Züger wurde verdankt, er gehörte vier Jahre dem Gemeinderat an. Gemeindepräsident Ueli Diethelm schloss seine erste ordentliche Gemeindeversammlung, durch die er als Moderator geführt hatte, nach gut zwei Stunden.

Vollständiger Artikel im «March-Anzeiger» zu lesen.

Urs Attinger, Redaktion March24/Höfe24