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Region
27.11.2020

Skisaison in der Region: Diese Gebiete werden öffnen

Jetzt fehlt nur noch der Schnee: Die Skisaison 2020/21 in der Region wird unter Einhalten des Schutzkonzepts durchgeführt.
Es gibt momentan viel Druck in der EU, Skigebiete bis weit in den Januar zu schliessen. Nicht so in der Schweiz. Und auch regionale Skilifte werden – sofern es genügend Schnee gibt – ihren Skilift öffnen.

Italien, Frankreich und Deutschland machen Druck auf die Skigebiete – eine Schliessung bis weit in den Januar 2021 hinein scheint ein realistisches Szenario. Das würde allenfalls auch EU-Land Österreich betreffen, das allerdings nicht zumachen will.

Die Schweiz könnte somit bald zur einsamen Insel des Wintersports werden, ein Lichtblick für alle Wintersportler. Bundesrat Alain Berset bleibt dabei, dass unsere Pisten offen bleiben und die Bahnen fahren, will aber die Schutzkonzepte nochmals unter die Lupe nehmen.

Auch rund um das Linthgebiet wird die Skisaison 2020/2021 durchgeführt, wie regionale Skilifte bestätigen. Sie warten nur noch auf Schnee.

Voraussichtliche Saisoneröffnung

Sportbahnen Amden: Weekendbetrieb ab Ende November, Wintersaison ab Mitte Dezember

Sportbahnen Atzmännig (St. Gallenkappel): Sobald es die klimatischen Bedingungen zulassen (Möglichkeit zur technischen Beschneiung)

Skilift Oberholz-Farner (Goldingen): Anfang Dezember

Skilift Bildhaus (Ricken): 2. Dezember 2020

Skilift Ghöch (Bäretswil): 5. Dezember 2020

Skilift Tanzboden (Ebnat-Kappel): Anfang Dezember

Einerseits werden von den Liften die Schutzkonzepte von Seilbahnen Schweiz übernommen, welche vor allem auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) und auf Hygieneregeln Wert legen. Andererseits jedoch können die Seilbahnunternehmen auf der Basis der «Grundlage für Schutzkonzept Seilbahnen Covid-19» ihr eigenes Konzept erstellen und so vor allem unternehmensspezifische Ergänzungen vornehmen.

Die Sportbahnen Amden haben zum Beispiel zusätzlich individuelle, bauliche Massnahmen vorgenommen, welche den Gästen mehr Platz, mehr Abstand und somit einen möglichst stressfreien Aufenthalt bieten.

Dank dem Schutzkonzept der Seilbahnen Schweiz und individuellen, baulichen Massnahmen können die Sportbahnen Amden ihre Pisten öffnen.

Problemzone Gastrobereich

Ein Ort der sich zur Problemzone entwickeln könnte und bei welchem die Skilifte verschiedene Lösungen fanden, ist der Gastrobereich. Zu vermeiden sei vor allem das Schlange stehen meint der  Skilift Oberholz-Farner in Laupen und wechselt deshalb im Restaurant von Selbstbedienung zu ausschliesslicher Bedienung durch das Personal. Nebst dem Restaurant werde auf der Piste auch noch ein Kiosk mit Grill aufgestellt, damit sich die Leute verteilen können und vor der Scheune werden mehr Tische aufgebaut, um damit das Platzangebot zu erhöhen. 

Zusätzliche Tische beim Restaurant und ein Kiosk mit Grill auf der Piste ermöglicht es dem Skilift Oberholz-Farner den Gästen ein angemessenes Platzangebot und den nötigen Abstand anzubieten.

Verschiedene Branchen-Schutzkonzepte

Die Sportbahnen Atzmännig in Goldingen öffnen ebenfalls Piste und Lifte, jedoch wird auch hier im Gastrobereich mit strengem Schutzkonzepten gearbeitet. Dieses lehne sich an die verschiedenen Branchen-Schutzkonzepte wie «Seilbahnen Schweiz» oder «Gastrosuisse» an, sagt Geschäftsführer Roger Meier. «Zudem werden wir gerade im Bereich «Gastronomie» zwei zusätzliche Sattelitenstellen anbieten. Selbstverständlich werden zusätzliche Schutzwände bestellt, mehr Personal eingesetzt, die gängigen Hygienemittel und -vorschriften umgesetzt und Warteräume geschaffen.»

Anstehen verhindern

Zudem werde das Betriebskonzept der Öffnungszeiten der verschiedenen Anlagen überarbeitet. So wollen die Sportbahnen Atzmännig auch bei schwächerem Gästeaufkommen bereits mehrere Anlagen in Betrieb nehmen, um so gut wie möglich das Anstehen an den Anlagen zu verhindern. 

Auch auf den Sportbahnen Atzmännig wird Skifahren und Snowboarden trotz Corona möglich sein, vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Gute Saison erhofft

Trotz allem hoffen die Skiliftbetreiber auf eine gute Saison. Natürlich komme es auf die Gäste an, meint Ernst Steiger, Präsident des Skilifts Ghöch in Bäretswil. Man müsse abwarten und schauen, ob sich die Leute in grosse Menschenmassen getrauen und ob sie die Maskenpflicht in Kauf nehmen. Der Skilift Ghöch starte aber mit positiver Einstellung. 

Auch die Sportbahnen Amden bestätigen, dass es sicher Gäste geben wird, die diese Saison ausfallen lassen werden. Jedoch sei es gut möglich, dass viele Skifahrerinnen und Skifahrer die grossen Gebiet meiden werden und auf kleinere Gebiete ausweichen werden, was natürlich sehr erfreulich für die regionalen Lifte sei. 

Der Skilift Bildhaus ist überzeugt, dass Gäste gerne kommen werden, um sich zu bewegen: «Das Bedürfnis sich draussen zu bewegen ist gross und hilft gesund zu bleiben.»

Auch der Skilift Tanzboden in Ebnat-Kappel ist zuversichtlich. Als Bügellift werde man sicher Pluspunkte haben und dazu seien sie sicher, dass Familien aus der Region sich freuen werden, endlich wieder den familiären Skilift besuchen zu dürfen.

«Für die Branche rechne ich persönlich damit, dass die Skierdays sich eher konstant zeigen, der Bereich Gastronomie jedoch 40% einbrechen wird», meint Roger Meier von den Sportbahnen Atzmännig. Jedoch sei man sicher, dass die diesjährige Saison nur besser werden könne, da es letztes Jahr von Dezember bis März gar keinen Schnee gab.

  • Der Skilift Ghöch startet zuversichtlich in die neue Saison und hofft, dass sich die Gäste getrauen, in grössere Menschenansammlungen zu gehen.
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  • Der Skilift Tanzboden ist sich sicher, dass viele Familien sich freuen werden, den Familienskilift wieder besuchen zu dürfen.
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Hoffnung auf genügend Schnee

Letztes Jahr konnten gleich mehrere Skilifte nicht öffnen, mangels ausreichendem Schnee. Die Lifte hoffen allesamt fest auf gute Arbeit von Petrus und Frau Holle, damit Ende November genügend Schnee liegen wird, um die Saison pünktlich eröffnen zu können.

Linda Barberi, Linth24