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Kanton
25.11.2020

Wenn wegen der Kesb das Geld knapp wird

«Entscheide der Kesb können für kleine Gemeinden ins Geld gehen und deren Entwicklung behindern», ist SVP-Kantonsrat Bernhard Diethelm (Vorderthal) übezeugt.

Kantonsrat Bernhard Diethelm (SVP, Vorderthal) gelangt mit einer Kleinen Anfrage, welche die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) zum Inhalt hat, an den Regierungsrat. So sei die Problematik von schwerwiegenden und kostenintensiven Anordnungen der Kesb schweizweit hinlänglich bekannt. Die Kesb als Behörde entscheide allein über das «Wohl des Kindes und der Erwachsenen» – und zwar abschliessend. Die damit verbundenen Kosten und Aufwendungen gingen allerdings zulasten der betroffenen Gemeinde und somit der ortsansässigen Steuerzahler.

Betroffen von solchen Massnahmen und Anordnungen der Kesb seien bislang vor allem mittlere bis grössere Gemeinden im Kanton Schwyz. Die dadurch ausgelösten finanziellen Lasten seien zwar auch für mittlere bis grössere Gemeinden «zweifelsohne nicht schmerzfrei» zu verkraften.

Für Diethelm stellt sich aber die Frage, was denn erst in den kleinen und strukturschwachen Gemeinden ausgelöst werden könnte, wenn solche Kesb-Fälle auftreten sollten. Weiter will er wissen, wie sich ein solcher Fall oder gar mehrere Fälle auf die ohnehin schon erschwerten Entwicklungsmöglichkeiten kleiner und strukturschwacher Gemeinden auswirken würden.

Als Ausgangslage nennt Diethelm diverse Fallbeispiele. So etwa jenes einer Familie mit zwei Kindern, welche wegen zerrütteter Familienverhältnisse in externen Einrichtungen betreut würden – begleitet von Kinder- und Jugendtherapeuten. In diesem Fall seien innerhalb von vier Jahren für alle Aufwendungen im Bereich der Fürsorge Kosten von über einer Million Franken entstanden.

Daniel Koch, Redaktion March24/Höfe24