Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Altendorf
11.11.2020
11.11.2020 08:50 Uhr

Zwei Villen und Aufwertung für den See

An der Seestrasse in Altendorf wird auf knapp 200 Metern Länge das Seeufer aufgewertet und revitalisiert. Dies im Zusammenhang mit einem luxuriösen Bauprojekt der Mufag Immobilien AG.

Aktuell gewinnen die Parzellen an der Seestrasse
vis à vis des Bahnhofs Altendorf keinen Schönheitspreis. Teilweise sind sie verwuchert, teilweise sind noch Mauerresten von Gebäuden sichtbar. Schon im nächsten Jahr könnte sich die Fläche aber in völlig neuem Kleid präsentieren. Denn wie diversen Amtsblatteinträgen zu entnehmen ist, plant die Mufag Immobilien AG an besagter Stelle eine neue Überbauung. Zwar wird damit die Sicht auf den See stellenweise vermindert, doch es soll für Mensch und Natur auch Vorteile haben.

Zwei Villen und ein Gästehaus

Wie auf der Webseite der Immobilienfirma gezeigt wird, soll eine «Idylle direkt am See» erschaffen werden. Es sei eines der letzten nicht überbauten Grundstücke mit traumhaftem Seeanstoss. Dank schönem Baumbestand habe es gar etwas Parkähnliches an sich. Zu den geplanten Bauten steht, dass ein bewilligtes Projekt vorliege, welches ab sofort verwirklicht werden könne. Wann es soweit ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. 

Beim Projekt handelt es sich «um zwei noble Einfamilienhäuser mit Tiefgaragen und einem Gästehaus», heisst es auf der Homepage. Haus A und B hätten je eine Wohnfläche von 600 bis 612 m2, das Gästehaus «nur» 210 m2. Es eigne sich als 3 ½ Zimmer-Gästewohnung oder Personalwohnung und bietet im Erdgeschoss eine knapp 100 m2 grosse Schwimmhalle inklusive Garderobe. Ebenso eindrücklich sind die Angaben zu den Untergeschossen: Im Haus A würden nach der Realisation nicht weniger als 900 m2 zur Verfügung stehen, Tiefgarage mit 18 Plätzen inklusive. Von der 52 m2 grossen Gartenhalle mit Windschutzverglasung mal abgesehen. Im Haus B sind es 160 m2 Untergeschoss, zehn Tiefgaragenstellplätze und eine rund 53 m2grosse Gartenhalle. Hier befände sich die Schwimmhalle im Untergeschoss. Die Planungs- und Bauzeit für Haus B bis zum Baubezug betrage rund 18 Monate.

Schönere Seesicht dank Aufwertung

Mit der Luxus-Überbauung gehen aber weitere Projekte einher. Und zwar die ebenfalls im Amtsblatt publizierten Revitalisierungsprojekte der Bauherrin und der Gemeinde Altendorf, wie Markus Weber vom zuständigen Tiefbauamt erklärt. Bei den Projekten geht es laut Weber darum, auf einer Länge von knapp 200 Metern hart verbautes Seeufer wieder zurückzubauen. Dies auf insgesamt drei Parzellen. Die gemeindeeigene Fläche – beim Baum und der Sitzbank – sei dabei die kleinste. Durch die Aufwertung käme es zwar zu geringem Landverlust, doch wie Weber sagt, werde der Seezugang schöner als bisher. Die exakte Ausgestaltung sei aber noch unklar. «Auf jeden Fall wollen wir keinen Rummelplatz schaffen», betont Weber.  «Je nach Wasserstand biete sich den Spaziergängern aber sicher eine schönere Aussicht als vorher.» Diese sei aktuell aufgrund der Verwucherung durch Brombeerstauden erschwert. Wer nun glaubt, dass für die bessere Aussicht auch der Schilfgürtel dranglauben müsse, der irrt. Dieser soll nämlich mittels Flachufer geschützt werden. Deshalb wird es laut Weber eine Aufwertung für See, Mensch, Flora und Fauna.

Silvia Gisler, Redaktion March24 & Höfe 24