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Kanton
15.01.2026

Erzwungener Spital-Verbund nicht zielführend

Bild: zvg/Archiv
Die SVP will die Spitäler in Lachen, Einsiedeln und Schwyz politisch zur Zusammenarbeit in einer Allianz zwingen. Die Spital­verantwortlichen warnen davor, Angebote einfach formal einem Standort zuzuteilen. Werde das wohnortsnahe Versorgungsmodell geschwächt, würden Patienten ausserkantonale Angebote nutzen – mit negativen Auswirkungen auf Versorgungssicherheit und Kosten.

Zusammenarbeit verschlafen

Die Schwyzer SVP-Kantonsräte verlangen mit einer Motion eine verbindliche Spital-Allianz der Listenspitäler Lachen, Einsiedeln und Schwyz. Ziel sind der Abbau von Parallelstrukturen und die langfristige Sicherung der medizinischen Grundversorgung. Den Spitälern wird vorgeworfen, eine enge Zusammenarbeit verschlafen zu haben. 

 

Zwangsverbund wird abgelehnt

Die Spitalverantwortlichen reagieren kritisch. In Lachen und Schwyz wird zwar begrüsst, dass eine politische Diskussion angestossen wird, ein Zwangsverbund wird jedoch abgelehnt. Die Leitung des Spitals Lachen warnt vor einer rein strukturellen Sicht und betont, dass sich medizinische Versorgung an Versorgungsregionen und Patientenbedürfnissen orientiere. Eine formale Aufgabenteilung könne bewährte, wohnortsnahe Modelle schwächen und zu mehr ausserkantonalen Behandlungen führen. Kooperation sei bereits heute gelebte Realität, wenn auch ohne formale Struktur. Auch das Spital Schwyz lehnt einen erzwungenen Verbund ab und sieht kaum Einsparungen, dafür Risiken für Versorgung und Kosten. 

Langjähirge Kooperationen bestehen bereits

Kooperationen bestünden seit Jahren, aktuell etwa mit Lachen im Bereich Brustgesundheit. Das Spital Einsiedeln verweist ebenfalls auf langjährige Zusammenarbeit. Die Spitäler fordern eine sachliche, faktenbasierte Diskussion sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen, insbesondere bei Tarifen und Spitalplanung

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Martin Risch/Redaktion March24 & Höfe24
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