Der FC Thun ist Wintermeister. Eine Überraschung. Kurz vor der Weihnachtspause schlugen die Berner Oberländer den FCZ nach 0:2-Rückstand noch mit 4:2 und setzten sich damit an der Tabellenspitze fest. Wintermeister. «Ich glaube, wir haben das nach dieser Hinrunde verdient», sagte Thun-Präsident Andreas Gerber im Halbzeitinterview mit Blue. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Berner Oberländer allerdings gegen den FC Zürich mit 0:2 zurück. Doch die Lustrinelli-Elf nahm sich die Aussage von Chef Gerber zu Herzen und drehte das Spiel noch in einen Sieg. Das Team ist der erste Aufsteiger, der sich zum Wintermeister krönt. Auf dem Spielfeld in der Thuner Stockhorn Arena stehen zwei Fussballer aus der March: die Verteidiger Jan Bamert (Tuggen) und Fabio Fehr (Buttikon).
Der 27-jährige Jan Bamert, der die fussballfreie Zeit bei seiner Familie in Tuggen verbrachte, sprach mit unserer Zeitung über den 4:2-Sieg gegen den FCZ, die sensationelle Hinrunde des Aufsteigers und die kurze Verschnaufpause. Die Erholungspause zwischen den Festtagen hat der kopfballstarke Innenverteidiger in vollen Zügen genossen. «Die Luftveränderung hat sichtlich gutgetan, ich fühle mich absolut fit und erholt», so Bamert nach dem Trainingsstart. «Relaxen sowie Familie und Freunde sehen war angesagt. Es braucht eigentlich nicht viel.»
Schmerzhafte Endphase
Beim Trainingsauftakt in Thun Anfang Januar sah man den Märchler Innenverteidiger mit einer Gesichtsmaske trainieren. Der Grund: Im Spiel gegen den FCZ hatte sich Bamert bereits in der fünften Spielminute die Nase gebrochen. «Während des Spiels habe ich fast nichts gespürt, konnte auch durchspielen. Aber das Richten der Nase war dann schon extrem unangenehm», erklärt Bamert. Nun trainiert und spielt der Märchler Fussballprofi mit einer Spezialmaske, die seine Nase schonen soll.