Die Schweiz modernisiert eines ihrer ältesten Berufsfelder. Ab dem Ausbildungsstart 2026 werden junge Menschen, die das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Landwirtin oder Landwirt anstreben, nicht mehr denselben Weg wie heute einschlagen: Der Lehrgang wird neu zwei gemeinsame Jahre umfassen sowie ein drittes Jahr, in welchem eine Fachrichtung gewählt wird. Im Rahmen eines optionalen vierten Jahres kann eine zweite Fachrichtung belegt werden. Ziel dieser Revision ist es, besser auf die Vielfalt des Landes und die rasante Entwicklung der Landwirtschaft eingehen zu können.
Schweizer Landwirtschaft vielfältig
«Die Schweizer Landwirtschaft ist äusserst vielfältig», heisst es von der Organisation der Arbeitswelt der Berufe des Berufsfelds Landwirtschaft (OdA AgriAliForm). «Zwischen einem Landwirt im Waadtländer Mittelland, der hundert Hektaren Getreide anbaut, und einem Landwirt im Toggenburg, der zehn Kühe in einem Alpental hält, liegen Welten – auch wenn es sich um denselben Beruf handelt und so braucht es eine Ausbildung, die diese Vielfalt widerspiegelt», so die Dachorganisation der landwirtschaftlichen Berufsbildung.