Die Stadt Zürich verlangte im letzten Jahr Schadenersatz für 79 Fahrzeuge. Beim Kanton St.Gallen wären nach aktuellen Abklärungen theoretisch Forderungen für bis zu 78 LKW möglich. Hintergrund ist das europäische Lkw-Kartell, welches von 1997 bis 2011 illegale Preisabsprachen über mittelschwere und schwere LKW tätigte. Alle grossen europäischen Hersteller waren beteiligt. 2016 wurde das Kartell mit drei Milliarden Euro gebüsst. Und wie sieht die Situation heute im Kanton Schwyz aus?
Wenige Fahrzeuge im Kanton betroffen
Im schweizweiten Vergleich fällt der Kanton bisher eher weniger ins Gewicht. Weitere Forderungen könnten jetzt folgen, denn der Kanton unternimmt Abklärungen und bespricht im Januar das weitere Vorgehen. Wie Urs Achermann, Departementssekretär des Baudepartements und Leiter des Beschaffungswesens, sagt, ist der Kanton selbst minim betroffen. Für die Gemeinden mit ihren Kommunalfahrzeugen würden sich Schadensersatzforderungen allenfalls lohnen. Die Feuerwehren der Gemeinden sind zudem mit 30 bis 35 Fahrzeugen betroffen. Aktuell scheint Schadenersatz von fünf Prozent des Anschaffungspreises möglich. Es kann auch aussergerichtliche Einigungen geben. Unternehmensberater Werner Rofner betont, dass die Zeit bald ausläuft: Am 1.Januar 2026, also bereits morgen, verjähren Ansprüche auf Käufe von 1998 bis 2001. Finanzierungsmodelle mit Prozesskostenfinanzierern versprechen Klagen ohne Risiko.