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Kultur
03.11.2020
04.11.2020 16:18 Uhr

«Wir sind mit zwei blauen Augen davongekommen»

Das «District28» in Siebnen lud unter anderem zum Rockabilly-Festival (auf dem Bild die Tri-Gantics). Da das Lokal als Bar gilt, kann es weiterhin Gäste empfangen. (Bild Janine Jakob)
Nach den neusten Verschärfungen des Bundesrates musste das «The Bandits» in Tuggen seine Tore wieder schliessen. Das «District28» in Siebnen darf zwar geöffnet bleiben, Konzerte gibt es aber bis auf Weiteres keine.

Das «The Bandits» durfte im Juni wieder öffnen. Dies unter Auflagen: maximal 300 Gäste sowie Erhebung der Kontaktdaten. So fand jeden Mittwoch die beliebte Tanznacht statt, jeden letzten Freitag im Monat die «Tanznacht40», und an den Samstagen legte ein DJ House, Electro und Charts auf. «Unsere Stammgäste blieben uns treu, sodass wir den Sommer über kostendeckend arbeiten konnten», berichtet Geschäftsführer Adrian Steinegger. «Und es gab keine Fälle bei uns», hält er fest.

«Wir machen dann wieder auf, wenn die Lage es zulässt»

Anstatt des traditionellen Bar& Pub, das jährlich im November und Dezember in der angrenzenden Halle über die Bühne geht, hatten die Betreiber eine kleinere Konzertreihe geplant. Jeweils am Freitag wäre im Lokal «The Showcase» auf dem Programm gestanden, in dem unter anderem Tempesta, Vondüü, die Draufgänger und Melissa Naschenweng aufgetreten wären.

Doch erneut machte die Corona-Pandemie Steinegger und seinem Team einen Strich durch die Rechnung. So konnte nur das Konzert der Stubete Gäng am 16. Oktober stattfinden, das trotz Maskentragepflicht gut besucht war. Nach weiteren Verschärfungen des Kantons und des Bundes musste der Music- und Partyclub seine Türen erneut schliessen. «Bis auf Weiteres ist alles abgesagt. Wir machen dann wieder auf, wenn die Lage es zulässt», so Steinegger.

Offen bleiben darf das «Laguna Bay», das neben dem «Bandits» liegt und ebenfalls von Steinegger geführt wird. «Mit der Sperrstunde um 23 Uhr können wir leben.» 

«Ich werde über die Bücher gehen»

Auch das «District28» in Siebnen war seit Juni wieder offen. In den vergangenen Monaten fanden zahlreiche Konzerte – unter anderemdas Outdoor-Festival, die BandXsz-Vorausscheidung, das Abschiedskonzert vonSMACK! sowie das Rockabilly-Festival – und einmal im Monat die «Cool Friday Jam Session» statt, die allesamt gut besucht waren.

Wie Inhaber Phil Klauser sagt, habe das Schutzkonzept gewirkt: «Es gab keine nachweisbaren Corona-Fälle.» Da das Lokal als Bar gilt, darf es geöffnet bleiben, Konzerte und andere Anlässe können aber bis auf Weiteres nicht stattfinden. «Ich darf zwar offen haben, die Frage ist aber, ob die Leute zum Feierabendbier oder Kaffee kommen.» In der vergangenen Woche habe er weniger Gäste gehabt als sonst. Er werde diese Woche «über die Bücher gehen» und schauen, ob er das «District28» offen lasse oder vorübergehend schliesse.

Irene Lustenberger, Redaktion March24/Höfe24