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Lifestyle
03.11.2020

Chlausbesuche sollen stattfinden

Trotz Corona-Pandemie wollen die Ausserschwyzer Chlausgruppen Hausbesuche vornehmen, natürlich unter Einhaltung aller BAG-Richtlinien. So dürfen beispielsweise nicht mehr als zehn Personen vor Ort sein.

Er ist jedes Jahr in der Zeit um den 6. Dezember ein gern gesehener Gast in zahlreichen Ausserschwyzer Stuben: der Samichlaus. Zusammen mit seinem treuen Begleiter, dem Schmutzli, geht er von Haus zu Haus, um die Kinder zu loben und zu tadeln. 

Wegen der Corona-Pandemie haben die ersten Chlausgesellschaften ihre Umzüge und Familienbesuche in diesem Jahr abgesagt. Auch die Samichlaushütte im Sommerholzwäldli in Altendorf bleibt heuer geschlossen. «Der Samichlaus hinter Plexiglas und kein Erinnerungsfoto mit ihm, kein Händeschütteln, kein Versprechen mit Handschlag – dies alles entspricht nicht den Eckwerten der Samichlaus-Tradition und dem aktiv gelebten Brauch im Sommerholz», erklärt die Chlausengruppe zum Sommerholz die Absage.

BAG-Richtlinien werden eingehalten

An den Hausbesuchen halten die Ausserschwyzer Chlausgesellschaften jedoch fest. Sofern die Regierung nicht noch restriktivere Massnahmen ergreift, sind die Samichläuse vom 4. bis 6. Dezember unterwegs. «Wir wollen den Kindern den Samichlaus nicht nehmen», sagt Christian Iten von der Samichlausgruppe der Schlipfloch-Clique Altendorf.

Der Besuch geschieht unter Einhaltung der geltenden BAG-Richtlinien. «Es dürfen maximal zehn Personen anwesend sein», führt Iten aus. Der Abstand zu den Kindern werde eingehalten und der Samichlaus desinfiziere vor jedem Besuch seine Hände und wechsle die Handschuhe. Die Geschenke, die der Chlaus übergibt, werden von der Familie selbst eingepackt und vor die Türe gelegt.

«Wo es möglich ist, raten wir, den Chlausbesuch im Wintergarten oder draussen abzuhalten», so Iten. Nicht durchgeführt werden die Quartierbesuche, wo jeweils mehrere Kinder und Familien teilnehmen.

Gleich tönt es aus Wangen. Auch Fabian Winet, der dort als Samichlaus unterwegs ist, macht unter Einhaltung des Schutzkonzepts Hausbesuche. «Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, empfehle ich, den Besuch im Freien durchzuführen», so Winet. 

Wie seine Chlaus-Kollegen appelliert Winet, den Besuch abzusagen, wenn sich jemand nicht gesund fühlt. Winet besucht auch das «Höfli» und das Altersheim in Wangen. «Wenn der Besuch mit dem Schutzkonzept der Heime vereinbar ist, dann gehen wir vorbei», erklärt er.

«Wir haben beschlossen, die Nikolaus- Besuche bei den Familien auch dieses Jahr anzubieten», heisst es auch beim Siebner Nikolaus vom Stockberg. Ob der Umzug durchs Dorf Siebnen am 3. Dezember stattfinden kann, ist jedoch noch nicht klar.

Kein Chlausbesuch mit Maske

Auch die Höfner Chläuse besuchen die Kinder in ihrem Zuhause und setzen das Schutzkonzept um. Wie Edgar Reichmuth von der Chlausgruppe der Spinner Clique Bäch erklärt, werden die Geschenke nicht persönlich übergeben, sondern auf den Tisch gelegt, um jeglichen Körperkontakt zu vermeiden. Reichmuth erwartet, dass Familien, welche sich nicht gesund fühlen, den Besuch absagen.«Das Gleiche gilt natürlich auch für die Chlausgruppen», so Reichmuth. «Auf alle Fälle wird der Samichlaus keinen Besuch mit einer Maske abhalten », sagt er.

Um das Schutzkonzept gewährleisten zu können, bieten einige Höfner Chlausgruppen einen fixen Standort an. So empfängt die Chlausgruppe der Wyler Häxe die Familien beim Robi in Wilen, und die Chlausgruppe Pfäffikon lädt in den Lützelhof sowie in den Forsthof. Ebenfalls unterwegs ist der Etzelchlaus, der zwei Wochen lang Kinder und Familien besucht.

In Tuggen will man mit dem Entscheid, ob Hausbesuche stattfinden oder nicht, noch zuwarten. «Wir entscheiden je nach Corona-Situation eher kurzfristig», heisst es auf Anfrage.

Die Kontaktdaten aller Chlausgesellschaften finden sich auf www.chlaus.ch.

Irene Lustenberger, Redaktion March24/Höfe24