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Pfäffikon
24.09.2020

Ein Stockwerk weniger in Pfäffikon und moderne Schulräume in Nuolen

Die Schwyzer Regierung legt das redimensionierte Schulhaus-Projekt für die Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon vor.

Die Schwyzer Regierung gibt Gas: Nicht einmal ein Jahr nach der verlorenen Abstimmung über den Campus-Neubau der Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) in Pfäffikon – mitsamt der Integration der Nuoler Schüler – soll der Kantonsrat im November grünes Licht für die Realisierung des redimensionierten Projektes geben. 

82,5-Mio.-Fr.-Kredit beantragt

Dieses basiert auf den Plänen des im November abgelehnten 92-Mio.-Fr.-Projektes. Die Kritikpunkte wie zu wenige Neben- und Aufenthaltsräume sowie enge Treppenhäuser wurden aufgenommen und das Projekt überarbeitet. Es umfasst – im Vergleich zum ursprünglichen Projekt – ein Stockwerk weniger und wurde verkürzt. Im beantragten Verpflichtungskredit über 82,5 Mio. Fr. enthalten ist neben dem Schulhaus auch eine Doppelturnhalle mit Aula. Ganz verzichtet wird auf eine Tiefgarage. 

Nuolen soll 25 Mio. Fr. kosten

Ebenfalls aufgenommen wurde der Punkt, der den Gesamt-Schulstandort Pfäffikon wohl letztlich zu Fall gebracht hat: Die March verliert den KSA-Standort Nuolen nicht. Im Gegenteil: Ab dem Jahr 2025 soll Nuolen saniert und zum Teil neu gebaut werden. Dafür soll der Kantonsrat vorerst einen Planungskredit über 1,65 Mio. Fr. sprechen, der später dann einen Baukredit von rund 25 Mio. Fr. nach sich ziehen soll. Damit erhält Ausserschwyz zwei moderne und zeitgemässe Schulen, die allerdings weiterhin unter einer Führung stehen werden.

Bildungsdirektor Michael Stähli betonte an der gestrigen Präsentation in Pfäffikon, dass gerade die Coronavirus-Krise aufgezeigt habe, wie wichtig der Präsenzunterricht sei. «Fernunterricht ist möglich, er hat aber Grenzen und benötigt nicht weniger Räumlichkeiten.»

Für die beiden Schulstandorte in Ausserschwyz wird auch mittelfristig mit gleich bleibenden Schülerzahlen gerechnet, «weshalb wir nicht Reserven bauen werden», so Stähli weiter. Der Baustart in Pfäffikon soll schon im Herbst 2022 erfolgen, denn man will zügig neu bauen und damit «Pflästerli-Sanierungen» vermeiden, wie Kantonsarchitekt Peter Glanzmann ausführte.

Für den Standort Pfäffikon wird mit gut 400 Schülerinnen und Schüler gerechnet, im Standort Nuolen sollen 160 bis 240 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.

Stefan Grüter, March24 & Höfe 24