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Siebnen
23.09.2020

Drögeler rund um die Ausserschwyzer Schulhäuser?

Die Ruhe um das Stockberg-Schulhaus in Siebnen ist den Anwohnern wichtig. Vor allem in der Nacht. Doch die Jungen würden das herrschende Betretungsverbot missachten.

Es gab Reklamationen. Und zwar so viele, dass der Gemeinderat Schübelbach diverse Anwohner zu einer Aussprache eingeladen hatte. Das ist nun eine Weile her, doch noch immer stören sich Anwohner «an Jugendlichen um das Stockberg-Schulhaus und das Schulhaus Dorf», wie ein Anwohner der Adlerstrasse an der Gemeindeversammlung Schübelbach das Thema wieder aufgriff. Wenn er die Jungen wegweise, «kommen sie einem saufrech» und gehen einfach zu einem nächsten öffentlichen Platz, wo sie «Lärm machen und Güsel liegenlassen». Darunter habe es auch etliche «Drögeler».

Altes Problem der Generationen?

Während des Lockdowns, so der Gemeinderat, habe sich die Lage etwas angespannt. In Sachen Ruhestörung habe man mit der Installation einer Videoüberwachung beim Stockberg-Schulhaus und Polizei-Patrouillen wieder den Überblick. Doch auch die Gemeinderäte wissen, dass sich die «Szene» dadurch lediglich auf andere Plätze verlagert. Sie haben Verständnis dafür, dass junge Leute auch in Zeiten von Corona raus wollen, um etwas zu erleben. Aber auch, dass Anwohner sich am Lärm und dem Güsel von Jugendlichen stören. 

Bei der Sek 1 March in Siebnen «sei es schlimmer geworden», sagt ein Kenner der Lage. Während der Woche und vor allem nach einem Wochenende liege sehr «viel Güsel» herum, «auch Stummel von Joints und Schnapsflaschen». Coronabedingt tummeln sich junge Leute nahe ihrer heimatlichen Umgebung, doch es gebe «auch Ältere, die von weiter her kämen, und beim Bahnhof parkieren».

Ob es sich dabei wirklich um «Drögeler» handelt, wie Anwohner der Adlerstrasse sich sicher sind? Der Mediensprecher der Kapo Schwyz, Dave Mynall, hält den Ball flach: «Es gibt Ärger, wenn sich die Jungen nicht an das Betretungsverbot bei den Schulhäusern halten und bei Lärm und Littering. Doch Betäubungsmittel stehen nicht im Vordergrund.» Damit beurteilt er aber explizit die Lage des «Stockbergs», wo Polizisten ab und zu präsent sind und es zurzeit «eher ruhig ist».

«Wir beobachten aber generell, dass es mehr Klagen wegen Lärm gibt», fügt Mynall an. Damit decken sich die Erfahrungen im Kanton durchaus mit jenen aus anderen Kantonen. 

Johanna Mächler, Redaktion March24 & Höfe 24